Bands

24/7 DIVA HEAVEN

Welches Jahrzehnt 24/7 Diva Heaven musikalisch geprägt hat wird schnell klar, die 90er sind zurück! Aber nicht im Sinne von Boybands und McDonalds Frise, Eurodance und Ecstasy - Grunge, Riot Grrrl, Hardrock und ein wenig Glam formen den fetten Sound der Band, die sich vor den Größen vergangener Tage nicht verstecken braucht. Das Trio beweist die richtige Attitüde und machen deutlich was sie und uns ankotzt in dieser Welt, ohne dabei den Humor zu verlieren. Sie belassen es aber nicht dabei sondern steuern aktiv dagegen und haben mit GRRRL NOISY eine Plattform für musizierende und musikliebhabende Frauen, Lesben, Nichtbinäre und Transidente Menschen geschaffen. FLINTA to the front!

Abarra

Wie eine Fähre pendelt Abarra zwischen den Ufern scheinbarer Gegensätze und verbindet das Schönste zweier Welten: Ost und West, Tradition und Moderne, Akustik und Elektronik, Arabisch und Deutsch. Diese Musik bietet einen Blick in die Tiefe, lässt die Zuhörer:innen erleben, dass die Erde unter der Wasseroberfläche ein verbundenes Ganzes ist. Taucht ein in traditionelle arabische Klänge, elektronische Tanzmusik, Dabke, Oud, Saz, Raq, Saxophon, Klarinette und so vieles mehr…

Acid Amazonians

Smile politely when you say nasty things / and use your hands, werden sie darauf geantwortet haben, denn im Kern ihrer Kunst stehen Empowerment und Experiment, Noise und Spoken Word, Queercore und viel Hall, Wut aber auch Versöhnung. In a nutshell: Music to meditate, agitate, demonstrate, and masturbate.

Afar

„„AFAR“, das sind ein fetter Synth-Bass, virtuose Gitarre und eine tiefe Frauenstimme. Psychedelisch, elektronisch, krautig. Die Band bezeichnet sich als „analog live act“ – eine Mischung aus Musik von Jim-Jarmusch-Filmen und meditativen Rave. Der Kontrast zwischen dem Urbanen, Industriellen und dem Organischen ist das Spannungsfeld ihrer Musik. Sie verzichten bewusst aufs Digitale, haben keinen Laptop auf der Bühne, sondern Synthesizer, Stimme, Drummachines, Sequenzer, E-Gitarren. "

Afrodelic

Afrodeclic ist das Electronic-Projekt des aus Mali stammenden Producers Victor Diawara, mit dem er das Andenken und Ehren seines Vaters und bekannten Lyriker Gaoussou Diawara würdigen möchte. Verträumte bis deftige Gitarrensounds werden wirkungsvoll umrahmt von funky Basslicks und geprägt vom Balafon, einem urarfrikanischem Instrument ähnlich dem hölzernen Marimba-Xylophon, und weiteren charakteristischen traditionellen Percussioninstumenten. Treibende Beats bündeln die traditionellen Gesänge mit eindringlichen politischen Apellen zu einem globalen Reigen hoffnungsstrotzender Lebensfreude, welche z.B. die Black Lives Matter als großen Aufbruch markiert: Le temps est venu! - Zeit sich zu Bewegen!

Aggregat

Was machen ein Cello, ein Drumset, drei Synthies, ein Haufen Effekte und tausend Filter? Genau. Ein Orchester! Mal träumende Landschaft, mal drückende Maschine, auf jeden Fall keine Stille oder Bewegungslosigkeit. Diese drei Typen komponieren Musik, die ohne Texte wirkt. Live gespielte Elektro Mukke, die manchmal so klingt als wäre Jean Michel Basquiat höchst selbst über das Arrangement gelatscht! Ballert, knallt, groovt, ruhig, gewaltig…Seit 2017 am Start und nicht mehr lange ein Geheimtipp.

Aji Sonico

Die 2013 gegründete Band Calle Mambo ist das Produkt kulturellen Synkretismus aus Chile, Kolumbien und Deutschland, ihr Sound die virtuoser Verschmelzung traditioneller lateinamerikanischer Folklore mit gegenwärtiger Avantgarde. Mit der Energie aus den Weiten der Anden, der Kraft des Regenwaldes und der Freiheit tropischer Stürme nehmen Calle Mambo seine Hörer*innen mit auf eine mystisch-psychodelische Reise begleitet von Rhythmen traditioneller Trommeln und funkiger Gitarren.

Akktenzeichen

Akktenzeichen kredenzen ihr Varieté der Tresenhits™ aller Genres und Jahrzehnte per Akkordeon und Gitarre bei Korn und Krümeltee. Disco-Kampflieder und Mollies voller Tränen - es ist eine Zirrhose an die Freude... und natürlich darf geschunkelt werden!

Alex Henry Foster

Flashlights, Nebel und ein Pastor. Dieser Dude braucht seine Brille scheinbar nicht um auf andere zu gucken, sondern mehr, um in sich selbst hineinzusehen. Introspektive kann anstrengend sein, aber auch so powerful. Also fragen wir uns: Was macht der da? Oder besser, was macht der nicht? Dieser Typ aus Kanada ist nicht nur eine imposante Bühnenpersönlichkeit mit intensiven Texten, sondern auch ein passionierter Aktivist für Menschenrechte…Der Sound tritt über die Ufer der Bühne. Verträumt trifft es nicht wirklich. Es ist Leidenschaft für Musik und Noise die sich im Irgendwo mit der „Power of the heart“. Hier merken wir was passiert, wenn musikalisches Können und Lyrik sich zu einem verbinden. Erhelle und beweg uns Bruder!

Algiers

In der Musik von Algiers gibt es viele Einflüsse zu entdecken. Von Noise und Post-Punk bis TripHop und Gospel reicht die Bandbreite des Sounds, welchen die Band als Post-Worldbeat bezeichnet. Er lässt sie zu einem unvergleichlichen Erlebnis werden. Aber die vier stehen für mehr als ihre Musik. Seit der Gründung 2019 gelten Algiers als Kulturkritiker und verhandeln fortwährend politische Themen.

Alli Neumann

Hallo? Seid ihr schon wieder zu spät? Kein Problem, mit Alli Neumann steht die Zeit still. Ihre Songs vermitteln den guten Vibe, Leichtigkeit, Coolness und Witz. Aber auch Emanzipation, Female Empowerment, Identitäts- und Integritätsfragen finden Platz in ihren Texten. Mit der Musik dieser Künstlerin kann man für einen kurzen Moment frei sein. Ihr Sound ist so facettenreich wie ein funkelnder Edelstein: Country, Funk, Blues und viele Gitarren in Kombination mit experimentellen Sounds. Alli, lass uns noch nicht nach Hause gehen!

Alogte Oho & His Sounds of Joy

Für den explosiven ghanaischen Frafra-Gospel ist Alogte Oho ein richtungsgebender Künstler. Begleitet wird er von seinem kraftvollen Chor, den Sounds of Joy – jede einzelne eine herausfordernde Künstlerin. In seinen Arrangements gehen agile Blechblasinstrumente Hand in Hand mit pointierten Synthesizer-Läufen, die anspruchsvolle Rhythmussektion rüttelt Reggae-Sound-Systems auf. Als Kind und Teenager war der Kirchenchor (mit Drums) seine Schule, und seit einem schweren Unfall ist umsomehr die Frafra-Gospel-Musik das Prisma, durch welches Alogte Oho mit seinen Sounds of Joy das Leben weiterverarbeitet.

Altin Gün

Tanzpop mit Hybridantrieb - Vermittler zwischen Räumen, Zeiten und Kulturen Die Amsterdamer Band Altın Gün schnappt sich alte türkische Lieder und bringt sie auf Zack. Visuell spielt die Gruppe mit Versatzstücken türkischer Tradition und 1970er-Jahre-Bildästhetik. Klanglich beziehen Altin Gün sich auf Groove-Musik und türkischen Pop der 70er-Jahre. Die Band berschreibt sich als „türkische Psych-Folk-Band aus Amsterdam“, erweiterte ihren Klang aber nach dem Debüt um Synthesizer, 80er-Disco-Elemente und 80er-Reggae der Ausprägung „Lovers Rock“. Die perfekte Verschmelzung von Vergangenheit und Gegenwart zu brillant eingängiger, beschwingter Popmusik im Woodstock-Flair.

Alto Fuero

In den Kellern der Brasserie Atlas haben Victoria Palacios und Loto Retina angefangen und kombinieren köstlich aggressive spanische Poesie mit süß-arroganten Blockflötenklängen und unregulierter Percussion voller verdrehter Samples. Reggaeton? Folk-Zirkus? Lo-Fi-Lärm? Auf jeden Fall ist der Live-Act unter dem Namen Alto Fuero unwiderstehlich für Kopf und Herz und klingt wie eine halblegale Party in einer Höhle aus dem Jahr 3000. Bleep Bleep Señor.

Amewu

Amewu hat sich Zeit gelassen für sein neues Album. Es sei ihm gegönnt und das Warten hat sich gelohnt. Auf seiner neue Platte HABEN ODER SEIN, das Anfang diesen Jahres raus kam, gibt es technisch versierten Rap zu hören, der an alte Schule erinnert aber keinenfalls altbacken ist. Die Texte sind schlau, zuweilen verschachtelt und der Rapper einfach sau sympathisch. Wer Doubletime und Texte zum Nachdenken mag, wird Amewu lieben.

Anika

Anika alias Annika Henderson (D/GB), geboren 1987 in Woking, England, ist eine hybride Künstlerin. Die ehemalige Journalistin machte sich in der elektronischen Musikszene mit ihren experimentellen Soundcollagen, konfrontativen Texten und ihrer einzigartigen Art, live solo aufzutreten, einen Namen. Sie verwebt Dub, Post-Punk, Psychedelic mit Anklängen an DnB und einer starken Betonung der Stimme. Henderson arbeitet als Dichterin, Komponistin, Musikerin, DJ, Fotografin, Radiomoderatorin und Filmemacherin. Ihre Musik ist eine vielfältige Mischung, in der Post-Punk und No Wave ebenso Platz haben wie Dub, avantgardistische Elektronik und Krautrock; distanzierte und unterkühlte Stimmungen ebenso wie gebrechliche Sentimentalität.

Anti-Corpos

Mackercrushing Hardcore de Berlim! Anti-Corpos sind seit einigen Jahren eine konstante Größe in der queer-feministischen Hardcore Szene. Einige der Member sind auch in anderen Bands aktiv, wie zum Beispiel Sängerin Adriessa bei Eat my Fear und auch die neue Gitarristin Irem werden manche von Nervöus kennen. In neuer Formation sind Anti-Corpos wütender denn je - Was sollten sie auch sonst sein, in diesen Tagen.

Antinational Bass Crew

Dub und wütend sein! Wenn Punks Anarcho-Dub machen, kicken fette Basslines gegen das System, die Vocals feiern nicht nur weed und high, sondern DIY! Diese Dubpunk Kollision bringt euch übelst nach vorne. Schonmal über Pogo-Skanking und einen respektvollen Moshpit mit Hüftschwung nachgedacht?

A Panda do Sol

Das brasilianische Samba- und Blechbläserensemble A Panda do Sol vereint Musiker*innen aus Brasilien, Frankreich, Kolumbien, Deutschland und Spanien. Die mittlerweile in Berlin lebende Gruppe komponiert Sambas mit Einflüssen des kulturellen Hintergrunds eines jeden Mitglieds, um eine einzigartige Sprache auf der Grundlage traditioneller brasilianischer Percussions und Harmonien zu schaffen. In ihrem Sound verbinden sich fließend, fröhlich und feurig Rhythmus und Poesie. Ihre Texte handeln von Natur, Liebe und Tod. A Panda do Sol ist ein Muss für Liebhaber*innen der intensiven Sambasounds.

Arat Kilo feat MAMANI KEITA feat MIKE LADD

Das in Paris geborene Bandprojekt Arat Kilo fusioniert in seinem Ethio-Jazz internationale Grooves mit dem Reichtum der äthiopischen Musik. Ohne das Addis-Abeba der 70er Jahre zu verlassen, setzt die Combo ihre musikalische Reise mit ihrem neuen Album "Visions of Selam" (frei: Friedensvisionen) über alle Grenzen hinweg fort. Auf der Bühne wird uns die Stimme der malischen Musikerin Mamani Keïta zusammen mit dem gerissenen Sprechgesang von Mike Ladd ins panafrikanische Raumzeit-Kontinuum mitreißen.

Attack Of The Mad Axeman

Liebe Tiere! Hasse Faschismus! Animal Grind ist ein Versuch, Grenzen zu dekonstruieren - nicht nur zwischen Mensch und Tier, sondern auch innerhalb der Tiere selbst - eine Schnecke am Schlagzeug, eine Biene am Bass, eine knurrende Schildkröte am Gesang, sowie ein Eichhörnchen und eine Eule die sich an den Gitarren austoben. Tiere mit sehr unterschiedlichem Hintergrund, könnte man meinen, aber sie haben einen Weg gefunden, zusammenzuarbeiten. Und sie wollen, dass du dich der Truppe anschließt - egal, ob du zwei, vier, sechs, acht oder tausend Beine hast. Durchschlagende Blastbeats, harte Gitarren, explodierende Bässe und knochenbrechende Vocals: das sind die Waffen im Kampf gegen Ignoranz, Ungerechtigkeit und Wahnsinn - the mad axeman

Auf Sendung

Ayom

Ayom steht für die Verbindung von jahrhundertealten Traditionen mit der schwarzen und rhythmischen Sprache der lusophonen Kulturen. Ihr Sound ist poetisch, energetisch, temperamentvoll, tiefgründig, provokativ und tänzerisch. Die Musik der Band enthält Einflüsse von Folk aus Brasilien, Angola und Kap Verde. Rasant und spirituell verkörpern die 6 Mitglieder eine durchaus mediterrane Identität und laden uns zum Träumen und Tanzen ein.

Ay Wing

Gewichtig gelagerte und von viel R&B-inspirierte, drückende Dancemusik umspielt von klaren und sortiert seidigen Vocals - Ay Wing verfügt über eine große Spannbreite zwischen Sonnenaufgang bei der Strandpromenadenfahrt im Glitzersakko vor Wolkenkratzern und Kissenlounge in einer einsamen U-Bahn. Die metropolische Rundfahrt durch viele unterschiedlichen Spielarten urbanen Trip-Hops folgt einem strammen Fahrplan: Immer zwei Sternschnuppen nach dem Morgennebel! Bässe&Vocals sitzen vorne! Einsteigen bitte!

Ayyuka

Ayyukas Sound ist geprägt vom Sound der 60 und 70er des türkischen psychedelischen Rock. Aber Obacht: Hier gibt es keine Retromanie! Ayyuka beleuchtet diesen Stil von einer ganz besonderen und sehr eigenständigen Seite. Inspiriert von einem Gefühl dieser Zeit entwickeln sie durch Improvisation einen ganz eigenen Sound. Ihre Musik ist eine intensive Auseinadersetzung mit türkischer Musikgeschiche, die sich aber frei weiterentwickelt und mit sehr unerwarteten Wendungen überrascht. Ayyuka kommen aus Istanbul, sind seit 2001 aktiv und eine der ersten Bands, die sich auf die türkische Musik der 70er Jahre besann, um eine neue Stimme zu finden.

Azmari

Liebst Du das Treiben, Tanzen, Klänge vollends auskosten und dann auf sich immer weiter verzweigenden Rhythmen und Melodien in Trance aufzugehen oder nerdest Du lieber über Skalen und Synkopen? Gönn Dir diese 2 Saxofone, Drums, Perkussion, Orgel, Berimabau, Ney und Bağlama und lass die Funken fliegen: Azmari nehmen Dich mit auf Ihre Odysse in die Sphären von Psychedelic Afro Jazz und EthioGroove, Oriental Funk & Dub...

BaBa ZuLa

Orientale Folklore auf Acid geht in eine Kernschmelze mit modernen Clubsounds ... BaBa ZuLa sind die Meister aktueller türkischer psychedelischer Musik! Für diesen eklektischen Cocktail mixen sie elektrische Saz & Oud, Darbuka, Hölzerne Löffel, MPC, Theremin und weitere elektronische Maschinen & Spielzeuge. Mit ihren kostümiert-theatralischen Performances, Bauchtanz und Video-Installationen im Gepäck liefern Baba Zula eine verwegene Mischung aus Karawanengrooves, Schamanengeraune, hypnotischen TranceDub und Psych-Folk-Hymnen, die alles und jede:n mitreißen! Welcome to Istanbul Psychedelia!

Baby of Control

Baby of Control ist ein Feuerwerk der Gefühle, ein bunter Blumenstrauß der Volksmusik, ein Potpourri an Gassenhauern, ein in LSD getunkter pappmachéner Traum! Verwunschene Eurodance-Hymnen, Helium-Rap und Disco-Core! Wenn Du glaubst, Du hast schon alles gehört, dann hast Du "Baby of Control" noch nicht gehört. Es tut ein bisschen weh....ab es ist auch ganz ganz ganz viel guuuut!

Baby Of The Bunch

Ganz schön stabil die vier! Aber nicht so mackermäßig und mit‘m Kopf durch die Wand. Sondern eher so, rausfinden wo die Tür ist und trotzdem durchkommen. Die Berlin und Leipzig based Band, die sich in der Tradition der RiotGrrrl Bewegung sieht ist eine Mischung aus poppigen Melodien auf schrammeligen Gitarren und dem Bierverbrauch einer Punkband. Brontë, Finja, Valentina und Luise stehen für Liebe, Partys, Alkohol und Selbstzweifel…Das Budget liegt bei null, das Potenzial bei 1.000 und steigend! Kim Gordon würde sagen: I like that. (Anm. d. Red.) Passt auf eure Blumentöpfe auf und bringt Sterni mit!

Baby's Berserk

Mano Hollestelle war es leid, in Bands mit unberechenbaren Menschen zu sein, und gründete eine Gruppe hochpräziser Roboter, mit denen er Post-Punk-Musik spielen kann. Die veraltete Technologie von Disketten und Kassetten funktionierte gut, um die Androiden, die jetzt unter ihren humanoiden Namen Lieselot Elzinga, Puggy Beales und Silia Hollestelle bekannt sind, zu programmieren... bis eines Tages versehentlich ein Rave-Mixtape aus den 90ern eingegeben wurde. Nun verstanden die Punk-Bots die wahre Freude an Tanzmusik und ließen sich nie wieder auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Vorsicht - Baby's Berserk bassgetriebenen Grooves und computergesteuerten Beats sind dafür bekannt, alle in Hörweite in ihren Bann zu ziehen!

Bad Affair

BAD AFFAIR wurden im wahrscheinlich schimmeligsten Keller Hamburgs geboren und sind tief im DIY-Sumpf der Stadt verwurzelt. Ihr Sound lässt sich am ehesten als rotziger Garagepunk mit Hardcore-Einflüssen beschreiben. Im Jahr 2019 veröffentlichte die Band ihr Demotape, das Debutalbum wurde - nur leicht verzögert durch eine weltweite Pandemie - im Mai 2022 aufgenommen und erscheint dann hoffentlich bald.

Bahnhof Motte

Der Mensch – eine lebende Maschine die nicht mehr richtig funktioniert. Gefesselt an blinkende Endgeräte, immer in der Hoffnung dadurch die innere Leere zu füllen. Gigantisches Geltungsbedürfnis paart sich mit der Sehnsucht nach Ruhe und Einsamkeit, befeuert durch die immerwährende Präsenz sozialer Medien. Selbstvermarktung bis die Maschine überhitzt, der Mensch ausbrennt und sich letztendlich nur nach dem Vergessen sehnt. Bahnhof Motte – laute, verzerrte Gitarren, Synthesizer und dröhnende Bässe, angetrieben von einem unaufhaltsamen Schlagzeug – zusammengeschraubt zu einem Geflecht, das mit rasenden Emotionen dieser Welt aus vollem Halse entgegenschreit.

BANTUNAGOJÊJE

Mit Pauken und Trompeten, Percussion, Saxophon, Bass und Gitarre, lassen BANTUNAGOJÊJE Afrobeat, Jazz, Samba und Funk zu einem schwungvollen Spektakel fusionieren, das Laune macht. Der Sound der Band ist geprägt von den Rhythmen der afro-brasilianischen Religion des Candomblé. Neun Musiker aus Berlin spielen das klangliche Feuerwerk eines brasilianischen Komponisten und laden alle ein: Abzappeln oder Tanzschritt - die Hüfte wird entscheiden. Politisch, frech, anspruchsvoll und leicht: E agora vamos dançar!

BEACHPEOPLE

Wenn die Haare im warmen Wind fliegen, die Haut nach Sonne riecht, dein Zukunfts-Ich wissen will wer diesen Sound macht, weiche Dancemoves von deinem Gegenwarts-Ich aber nicer sind als reden, bist du auf dem Konzert von Beachpeople. Softe Gitarren flanieren zwischen Blues und Indie zu Roadtrip Rhythmen. Wenn du ohne Ziel aufbrichst, dich die Musik gleichzeitig runter und in Bewegung bringt, bist du…

BĘÃTFÓØT

„Alles ist besser, wenn es schneller ist“: Das ist das Motto von Tel Avivs kaleidoskopischem Acid-Techno-Post-Punk-Rave-Trio BĘÃTFÓØT. Stellt euch vor, The Prodigy, die Power Rangers und die Spice Girls bekommen ein gemeinsames Baby, das im Dark Room aufwächst und nur mit Hedonismus und Freigeistgkeit ernährt wird. Dessen erstes gesprochenes Wort weder "Mama" noch "Papa", sondern "Abfahrt" ist. Und das sich, weil ja noch Kind, herzlich wenig um Genres oder gängige Szene-Kodizes schert, sondern zwischen Broken Beats, Big Beat, Techno und Hip-Hop aus der goldenen Ära des letzten Jahrtausends eine Art Hyper-Tanzmusik kreiert, zu gleichen Teilen zusammen gelötet aus der impulsgesteuerten Intuition des Freejazz, dem räudig kompromisslosen Ethos des Punk und der wunderbaren Zügellosigkeit eines anständig durchgeraveten Wochenendes. Auch der extrovertierte Bandleader Udi Naor ist grundsätzlich unterwegs im Auftrag der satten Kickdrum - doch was er und sein Kollektiv dazu an wunderbarem Wahnsinn veranstaltet, liegt außerhalb jeder denkbaren Zustandsbeschreibung.

Betterov

Betterov ist ein Songwriter mit einer sehr eigenen und konsequenten Note. Großgeworden im Theater, nimmt er die Texte von dort mit, schreibt so seit 2015 seine Musik und tritt in den Clubs und Kneipen Berlins auf. Es sind Songs über das Leben auf dem Land. Wie es ist, wenn alle wegziehen. Über Liebe, die stirbt, sobald man nüchtern wird. Und wie es ist, in der Generation zu leben, der alle Türen offen stehen, aber es vor lauter Angst nicht mal aus ihrem eigenen Zimmer schafft.

Big Mountain County

Big Mountain County ist eine vierköpfige Band aus Rom, die 2012 aus der Asche der beliebten Underground-Band „The Boilers“ entstand. Für diese Jungs ging es von Anfang an um solide Live-Performance und schweißtreibenden Psychrock. So begeistern sie nun schon seit einigen Jahren eine treue und durchaus kultige Fangemeinde mit einer Kraft und Anmut, wie sie in der Psych-Rock-Szene nur allzu selten zu finden ist. Es passt, dass ihre neunen Songs in einem Haus am Fuße des Ätna entstanden sind, denn sie haben das gleiche schwelende Potenzial und den gleichen Nervenkitzel wie der berühmte Vulkan. Der von ihnen selbst als "wilder Psych-Rock" bezeichnete Ansatz ist sehr durchdacht; die Songs entfalten sich unaufhörlich, treiben immer weiter voran und entwickeln neue Schichten, während sie sich aufbauen. Ein Schuss durch die Schallmauer.

Bipolar Feminin

Die Wiener Band, bestehend aus Leni am wütend-schrillen Mikro, Jakob an der eindringlich-dröhnenden Gitarre, Samuel am wuchtig-krachenden Schlagzeug und Max am kräftig-satten Bass. Indie-Punk-Rock-Pop trifft es wohl am besten. Ihre Songs sprießen vor Emotionen: Hass, Wut, Liebe. Es geht um Erfahrungen und Eindrücke. Es geht um das monotone kapitalistische Leben und ums Frau sein im Patriarchat. Bipolar Feminin ist laut, impulsiv und ehrlich.

BlackSquare

Corona und Lockdown erzeugen Langeweile und Wut. Sozusagen mit der Pandemie entstand auch das Zwei-Personen-Projekt Black Square. Jeder Song ist ein Statement, eine Streitkultur auf der Suche nach Konfrontation, aber auch nach Solidarität. Mit melodischen Gitarrenparts und flottem Haudrauf ́s werden Herzensthemen leidenschaftlich lautgemalt, um neue Räume zu schaffen.Harmonisch-melodischer und melodramatischer Punk mit viel Emotionen, die überkochen und kurz vorm Kollaps enden.Musikalisch nennen die Einen es Neo-Crust, die Anderen eher politischen Post-Punk mit Hexenstimme. Ist im Endeffekt aber ganz egal, denn eine kreischende Fini steht im Vordergrund, untermalt von zwei Gitarren, einem Bass und einem Schlagzeug

Blanco Teta

Blanco Teta ist ein experimentelles Rock Projekt, das die Rohheit des Punk mit noisigen Klanglandschaften, einer edgy performance und einem transfeministischen Konzept vermischt. 2017 in Buenos Aires gegründet besteht Blanco Teta heute aus Carola Zelaschi an den Drums, Carlos E. Quebrada am Bass, Violeta García am Cello and Josefina Barreix als Sängerin.

Blectum from Blechdom

Kevin Blechdom + Blevin Blectum machen einen Salontrick, indem sie die Zuhörer auf eine psychedelische organisch-elektronische Fahrt voller chaotischer Sausen entführen. Kevin (Kristin Erickson) + Blevin (Bevin Kelley) sind in einem ernsthaften generativen Langzeitspiel für die Zukunft verflochten. Ihre monströsen Wände aus gut ausgeführtem Sound und Berge von visionären, suchenden Klangpossen entstanden erstmals in ihrer Minenfeldverschmelzung tief in den illegalen Klangräumen von San Francisco in seinen glorreichen Wurmlochtagen um 1998. Im Laufe der Jahre haben sie einen Haufen Schätze und Trophäen angehäuft liegen jetzt unter einem schlafenden teuflischen Drachenbasilisken.

Bonaparte & Sophie Hunger

Zwischen Melancholie und Ausrasten spielen sich Bonaparte und Sophie Hunger in einer Kombination aus Punk, Lo-fi, Jazz und Folk in die Herzen ihrer Fans. Nicht selten gipfelt ihre Show in einer völligen Ekstase aus Nacktheit, Glitzer und Kunstblut. So ganz kann Bonaparte seine wild-exzessive Seite einfach nicht ablegen und das ist auch gut so. Er ist deutlich gereift, in seiner Musik wie in seinem Wesen, wirbelt durch Clubs, Hallen und OpenAirs mit akustischer Vielfalt und Mut zu Neuem. Goutiert wird das Ganze, mit echtem Feuerzeugschein statt unromantischen Handylichtern. Eine finale Betonung der neuen Nachdenklichkeit, die man ihm ebenso abnimmt, wie die große Party.

Braindead

"BRAINDEAD aus Hamburg halten auch 21 Jahre nach ihrer Gründung die schwarz-rote Flage der Offbeat-Musik in Europa hoch! In ihrer langen Laufbahn haben sie vom AZ bis zum großen Festival, vom Bauwagenplatz bis zur Barkasse schon so ziemlich jede denkbare Bühne zwischen Schottland und Serbien abgearbeitet. Mit DIY-Ethos und klarer politischer Haltung spielt das Trio als einige der wenigen Bands auf dem europäischen Festland einen Sound, der die britische Tradition des Anarcho-Dub-Punk mit Hardcore-Punk und Skacore amerikanischer Prägung kombiniert: manchmal tanzbar, manchmal wütend, aber stets mit Leidenschaft und Überzeugung.

Briefbombe

Postpunk, Postviolence, Posthardcore Quartett aus Hamburg. Schnell und wütend wie eine Briefzustellung per Post widmen sie ihre Show allen zerstörten Lieferungen dieses Universums und Opfern der Kaltenkirchener Straße.

Britney's Fears

Die grrrl-Punk-Band aus Halle macht auf je-den Fall Punk, manchmal auch Pop. Britney is free, fehlt nur noch die Befreiung vom Patriarchat. Sie machen abgefahrenen Sound, und sie haben was zu sagen!

Buntspecht

Masken ab, es ist Sommer! Zeigt Buntspecht eure funkelnden Zähne und euer schönstes Lächeln. Diese 6-köpfige Band aus Wien macht Kinderlieder für Er- und Entwachsene. Sie schicken uns mit Leichtigkeit, Naivität, Sehnsucht und einer Prise Humor auf eine unvorhergesehene, skurrile Reise zur eigenen Seele. Mit Elementen aus Gypsy Swing, Bossa Nova, Wiener Lied und Folk erschafft das Sextett ein abstraktes Kunstwerk, losgelöst von der Natur und der realen Welt. Die wilde Mischung aus Cello, Melodica, Saxophon und Kontrabass und wiedererkennbaren Stimmen machen Buntspecht zu dem was sie sind – verrückt genug!

Burnout Ostwest

Cataphiles

Cataphiles ist eine Postpunk-Wave-band, die in der düsteren Zeit der Pandemie geründet wurde. Die vier Musiker*innen spielen eigenwilligen Post-Punk, welcher sowohl düster-melancholische Waveeinflüsse, als auch uptempo Deathrockparts in sich vereint. Im Vordergund steht jedoch der klare Bezug zum Punk, was nichtzuletzt durch die tiefgündigen und verspielten Texte untermauert wird.

Cava

CAVA mögen Schaumwein. Garage Rock und Punk. Meistens laut. Wild und gerne dreckig, aber eigentlich ganz nett. Gitarrenriffs und schrilles Feedback, melodischer Gesang. Manchmal Spinnen, häufig mansplaining, eigentlich immer Leben und Tod. Das Private ist politisch (oder so ähnlich). Meistens ernst, aber mit Spaß an der Sache. Und immer DIY.

Chillera

Live-Drums, Gitarre und Bass der drei Soundkonditorinnen aus Odessa backen einen warmen, verspielten und juicy Sound. Ihr dürft ein stabiles Live-Set verkosten, mit Geschmäckern von Surfrock, Funk und Dub-Beats. Die leicht psychodelische Struktur angereichert durch Delay- und Hall-Effekte lässt euch abdriften, aber nie abstürzen! Ein entspannter Cookie mit einer Brise Frischluft vom Schwarzen Meer, ohne Plastik am Strand.

Chouk Bwa & The Ångströmers

Chouk Bwa & The Ångströmers verwickeln mizik rasin – haitianische Rootsmusic – und modulare Synthesizer in einen hitzigen und hypnotischen Dialog, der die Spannung hält zwischen minimalistischem Sounddesign und Voudou-Polyrhythmik. Das gemeinsame Projekt des haitianischen Sextetts Chouk Bwa (Trommeln, Gesang und Percussion) und der belgischen Produzenten The Ångströmers (Synths) ehrt die spirituelle und historische Tiefe afrokaribischer Musiktradition durch ihr Einbinden in das Jetzt.

Cloud Kinski

Die Aliens sind angekommen! Eine bizarre Show dargeboten von drei Außerirdischen und ihren 20 Back-up-Tänzern! Das erste Mal überhaupt auf der Erde! Interaktive Performance-Kunst-Tanzmusik-Übernahme! Cloud Kinski ist aus einem anderen Universum. Es darf durchgedreht werden - Alle werden tanzen! Alle werden ausflippen!

Cloud Managment

Forschende stelle ich mir vor, die Regenwolken produzieren, indem sie jedes Dunstelement in seiner Beschaffenheit und Wechselwirkkraft beobachten und lenken. Am Experiment teilnehmend höre ich sodann eine dichte Textur aus Wiederholungen, einen hypnotischen Puls, als würden Synthesizer und Bass aufeinandertreffen. Ich finde mich tanzend wieder in erfrischenden Weiten, die sich aus klanglicher Sättigung heraus öffnen und weit entfernt sind von Formelhaftigkeit. Cloud Management erarbeiten ihre Position innerhalb der zeitgenössischen elektronischen Musik mit mikroskopischem Detail in ihren Clustern und Grooves und mit Liebe zum kosmischen Minimalismus.

C'mon Tigre

Offene Türen, weite Klangteppiche, rythmische Hypnose mit fantastisch tanzbaren Elementen gesucht? Dann bist du bei C´mon Tigre genau richtig. Mit ihren Kollabosounds bringen sie nämlich all das zusammen. Das mediterrane Duo vereint Klänge aus allen Himmelsrichtungen und lässt diese Einflüsse so lässig-explodierend fließen...

Colour your Mind

Coogans Bluff

Coogans Bluff - man könnte meinen diese Band sei frisch aus den goldenen 70ern geschlüpft. Man wühlt in Kisten mit Krautrock, Progressive, Fusion, aber auch Space, Psychedelic, Stoner oder Bluesrock. Die Ausgangssituation ist der Welt von heute sehr ähnlich, das Zerfallen weltweiter Ordnungsstrukturen, Konflikte der Religionen, Hungerkatastrophen, Erstarken alter reaktionärer Mächte und Weltanschauungen, kurzum es ist Zeit nach einem Neuanfang zu suchen. Sie sind zeitgemäß und retro zugleich, experimentierfreudig und dennoch Rock-Traditionalisten, waghalsig und frisch. Hier trifft sich Vergangenheit und Zukunft. Und nur die Musik zählt.

Copy

Créme Solaire

Wenn du dir diese Crème solaire aufträgst, wirkt sie wie ein Raumanzug, der dich auf andere, intensivere Welten vorbereitet. Elektro-Pop-Punk mit Trap und Poetry Slam ballern heftig und haben dabei stets etwas Süßes an sich. Screamo trifft Oper, die Turmbühne trifft Fusionella und du triffst eine ungeheure, kosmetische Kraft, in der du dich verlieren könntest. Diese Crème passt in keine Tube, diese Performance gehört aber in deine Kulturtasche.

Crowskin

Crowskin gibt es schon so lang, dass man noch eine MySpace Seite auf ihrer Facebookseite verlinkt findet. Gut Ding will Weile haben, da ist das Genre Programm. Die Band führt uns mit schleppenden Gitarren, schwerfälligen Beats und heiserer Stimme in düstere Gefilde. Aus dem Sumpf kommen wir so schnell nicht wieder heraus - wollen wir aber auch gar nicht.

Cuntroaches

Krach und Punk und Geschrei aus Berlin. Keine Ahnung worum es geht, glaub die sind sauer. Bei näherer Betrachtung steckt dann aber doch mehr dahinter. Die Auftritte der Cuntroaches versuchen nicht mehr und nicht weniger als eine Grenzverschiebung von der Norm darzustellen und dazu bedienen sie sich einiger performative Elemente. Das können bierspeiende BHs sein oder eine Menge Müll. Auf jeden Fall ein Erlebnis und ziemlich noise.

CV Vision

Stilistisch bedient Dennis Schulze eine breite Palette: Manchmal erinnert CV Vision an eine schmutzigere Variante von Krautrock á la Neu, Psychedelic Rock, Surfmusik und arabischen Klängen, hier und da sind dann wieder tiefenentspannte Westcoast-Beats. Die Titel seiner Songs sind oft Programm, man sieht den California Beach förmlich vor sich, rückt die Sonnenbrille gerade, fährt sich durch das salzwassergetränkte Haar und wirft sich das Badehandtuch über die Schulter. Neben jenen Einflüssen klingt auch der US-Experimental-Pop jüngerer Jahre an, fast so als hätte man die Beach Boys und ABBA zusammen mit einem Synthesizer-Nerd in einen Raum gesperrt.

Cyril Cyril

Cyril Cyril öffnet unseren Geist. Wir geraten immer mehr in Resonanz, wir verstricken uns immer mehr, alles greift ineinander, die Klänge und ihre Lichter. Wir sind die Kaméaméa-Generation, und die Grenzen, die wir nicht mehr wollen, sind zerbrochen. Die Musik darf nicht aufhören. Yallah! Die psychedelische Orgelmelodie begleitet die Stimme, die sich in die höheren Frequenzen erhebt, die Percussions ermutigen uns. Wir beschleunigen den Pulsschlag, wir kommen näher und stampfen zusammen, wir wollen den Kopf von Mickey Mouse. Anklänge an Vogelgesang, an ein Bestiarium. Wir sind Tiere, der Karneval der Tiere, wenn sie uns noch wollen. Wir werden uns nicht so gehen lassen, ein letzter Tanz, wir hetzen, jetzt wissen wir, wie man die Pole umkehrt, die Grenzen sind aufgehoben, alles zirkuliert, die Klänge, die Freude am Zusammensein, Cyril Cyril trägt uns fort.

Dalai Puma

It’s not my revolution if I can’t dance! Dalai Puma nehmen Queerness, Pop und Spass aus psychischen, politischen und persönlichen Gründen sehr ernst. Sie spielen Gitarre, Bass, Schlagzeug und singen alle drei.

Danger Dan

Was muss zu diesem Typen noch geschrieben werden? Macht schon lange Hip Hop, jetzt auch Schansong. Er sitzt gerne rauchend an nem Piano, schafft es Sekt saufend Deutschlands Rechte vorzuführen und gleichzeitig das hiesige Feuilleton mit viel Gefühl und linksradikalen Inhalten zu verzücken. À votre santé Danger Dan!

Das Tonarmreich

Aus dem Plattenspieler hüpfen Märchenfiguren. Sie nehmen Dich an die Hand, lassen Dich in sie reingucken, verführen Dich. Elektroakustische Livemusik erzählt den Soundtrack zur Traumreise: schiebt, umgarnt, verwünscht und hilft den Figuren zu überleben. Schlagzeug, Gitarre und Synthesizer flechten wie ein Spinnrad den fliegenden Teppich der Dich zum mitreisen einlädt.

Decolonize Your Mind Society

Stimmung mit Intellekt oder eine Fusion aus Analyse und Kreation. Decolonize You Mind dekonstruiert klassische Intonationen und sucht nach ihren Ursprüngen. Ihre Spurensuche überschreiten Grenzen, sie suchen in der außereuropäischen traditionellen Musik nach nicht temperierten Stimmungssystemen und psychedelischen Ritualen und formen daraus neue Klänge. Die Band hat einen sehr besonderen Sound dank ihrer speziellen Instrumente, wie dem glissonischen Blasinstrument oder der Just-Intonation-Gitarre, ganz zu schweigen von dem nachstimmbaren analogen Synthesizer, der ihren erstaunlichen musikalischen Planeten noch weiter ausdehnt. Sie suchen nach neuen Ansätzen, neuen Instrumenten und lassen sich dabei auch vom Zeremoniell rund um die Musik beeinflussen. Ihr Sound trotzt dem apokalyptischen Zustand der Welt und versucht das Leben durch die schiere Freude am gemeinsamen Musizieren zu feiern.

Deli Girls

Die Verlierer

Du fühlst dich verfolgt? Es könnten Die Verlierer sein. Der Sound der 5-köpfigen berliner Punk-Kombo klingt wie aus einer anderen Zeit und erinnert uns an die Nächte in dunklen, ranzigen, feuchten Kellern. Von wegen Punk ist tot. Das musikalische Spektrum der Band reicht von schnellen Punk-Riffs mit angepissten Gesängen über NDW bis hin zu Krautrock. Sie drücken so dem Punk auf effektive und smarte Weise ihren persönlichen Stempel auf.

Die Wände

Die Wände vibrieren anmutig, ihr Sound wabert über den Boden, hängt unter der Decke, krabbelt durch die Ritzen, lässt auch die Maus kurz innehalten. Ein flatternder Bass und prasselnde Gitarrenriffs formen lange Gebilde aus Klang, Räume tun sich auf, krachen wieder ineinander. DIE WÄNDE bringen dich in einen Zustand völliger Ekstase und inneren Rückzug, dein Körper geht auf Reisen durch Zeit, Schall und Raum. Das Berliner Trio entwickelt einen sehr eigenen konzentrierten Sound, beeinflusst durch Postpunk, Hamburger Schule, Krautrock.

Dikanda

Dikanda verzaubern deine Sinne und nehmen dich mit ihren traditionellen Balkan-Folk-Instrumenten und grandiosen Gesängen auf eine Fahrt tief in dein Herz. Traumschöne Musik zum Fallenlassen und ekstatisch wirbelnd Durchdrehen! Basis ihrer Musik ist die Volksmusik Osteuropas, von der eigenen sehr lebendigen polnischen über die ungarische, serbische, bulgarische, rumänische und jiddische bis hin zur ukrainischen Folklore. Daneben aber führt uns die Weltmusikreise auch in die Türkei, nach Indien und Afrika.

Dismalfucker

Crust-Punk heißt die Drehtür zum Raufhaus, in dem euch DISMALFUCKER die Zentrifugalkräfte von ehrlichem Geprügel beibringen. Es bollert voll auf die Rübe! Mal flott, mal schleppend, mal schneller als ihr euch ducken könnt, mal schleifend – aber immer virtuos mit guter Haltung! Die Tracks der vier langjährigen Krustenprofis sind teilweise länger als 2 (zwei!) Minuten. Das will bei der Drehzahl schon was heißen…

Dog Dimension

Das Power-Trio Dog Dimension spielt seit 2019, in klassischer Bass-Gitarre-Schlagzeug Besetzung, eine Mischung aus Experimental Rock, Alt-Metal und Grunge. Bislang hat die Band drei EPs veröffentlicht, die auf jeweils eigene Art musikalische Extreme ausloten. Dabei sind Dog Dimension immer für eine Überraschung gut; etwa mit Live-Ausflügen in Drum’n’Bass Gefilde oder mittels eines in verspulter Ästhetik daherkommenden Gitarrenrocks.

Egg Idiot

Da muss irgendwo ein Nest sein! Ein Nest mit straighten Gitarren Riffs und schnellen, präszisen Drums! In diesem Nest hocken Egg Idiot aus Leipzig und drehen ihre Hooks durch einen fancy Fuzz. Ein Fan auf Bandcamp bringt es auf den Punk(t): "This has Egg for days!"

Emaskulatör

EMASKÜLATÖR ist eine rasende 3-köpfige HC/Punk-Band, die 2019 gegründet wurde und in Ankara, Türkei, ansässig ist. Sie verhöhnen toxische Männlichkeit, begrüßen Körperpositivität und fördern eine Kultur der Zustimmung. Durch ihre von Black Metal durchdrungenen harten Gitarren, schnellen, blastenden Drums und kreischenden Vocals sind sie auf Rache aus. Ihr Debüt „Kezbanın İntikamı“ erschien im Mai 2020 bei Mevzu Records.

Esels Alptraum

Zwei Stimmen für ein HolladrihooOooo00o! Die Abrissbirne der Volksmusik rollt mit radikaler Zärtlichkeit an, um das Idyll des Musikantenstadls zu sprengen. Handreichung und linke Schelle zugleich für die Villenbesitzenden von Grunewald bis Blankenese. Unter dem Pflaster, da liegt das gute und schöne Leben – FÜR ALLE! Sehnsüchtig, lustvoll, entwaffnend und angriffslustig erobern sie jodelnd das dezibulöse Schlachtfeld mit Akkordeon und Ukulele. Love Yodel – Hate Fascism!

Ester Poly

Ester Poly sind Berther und Graf, sind vier Hände, vier Füße und vier Lungenflügel, sind Bass, Drums und Stimmen. Martina und Béatrice spielen Manifeste in Deutsch, Englisch und Französisch, spielen mit New Wave, Free Jazz und Wucht das Gegenteil von Pomp, spielen unbezähmbar, humorvoll und tanzbar. Zwei politische Menschen zweier Generationen buchstabieren, reizen und leben aus, was gesagt, getan und verkörpert werden kann und muss. Ester Poly waren schon vorher da und sind drum schon weiter – komm Du auch!

Euroteuro

EUROTEURO ist Peter T. und Katarina Maria Trenk. EUROTEURO ist mein Sommer frizzante 2022 - dadaistischer DeutschPop mit schnoddrigem Schlagerbewusstsein. Neue deutsche Welle trifft Alpen. Ich so: Sonne, Schildmütze und Strawberry Daiquiri. Dazu folgenden Synthi-Super-Hit im Ohr: "Kein Coco-Bello mehr zum Lunch - Du und dein Dolce & Gabana - Ich chille 24 Stunden auf der Copa Cagrana - In Wien oder anderswo, überall besser als im Büro - Nie mehr dann Sicherung, Termingestaltung - Gruppensitzung ohne Schwung - Statt Gehaltserhöhung - Hier ist meine Kündigung - Wir feiern eine Kündigung."

Fallwander

Die Komponistin Theresa Zaremba und die Violinistin Teresa Allgaier umgeben sich als Fallwander mit Keys, Saiten, Bogen, Reglern, Sticks und Pads. Fallwander ist Ambient Chamber Pop ohne feste Rollen. Beider Gesang ist stets gerade so warm, dass wir nicht frösteln, immer gerade so kühl, dass die Luft klirrend klar und die Sicht weit bleibt. Fallwander ist in die Ruhe hinauswandern, sich in der Stille fallen lassen.

Famous

Famous machen artsy alt-Pop und kommen aus London. In ihrer Musik und in den dazu gehörigen Videos finden sich Reminiszenzen an alte Größen der Musikgeschichte. Das Artwork der Band lässt dabei nicht nur die Herzen von in den 90er Jahren geborenen Hipstern höher schlagen.

Farhot

Die Größten des deutschsprachigen Raps schwören auf seine Kreationen und auch international spielt er auf den höchsten Rängen. Mit seiner zweiten eigenen Veröffentlichung Kabul Fire Vol.2 ist Farhot endgültig bei seiner Heimat Afghanistan angekommen und verarbeitet darauf seine Eindrücke. Mit Referenzen und Material aus alten afghanischen Filmen und Zusammenarbeiten mit verschiedenen Künstler*innen entstand ein musikalisches Kunstwerk, welches seinesgleichen sucht. Live dürfen wir gespannt sein auf pumpende Beats mit einem gehaltvollen Klangrepertoire.

Fatigue

FATIGUE ist nicht nur der Name einer rätselhaften Krankheit, nein, es ist auch der Name einer mehr als hervorragenden Band aus, na klar, Berlin. Wenn FATIGUE sich auf eine Bühne stellen, rückt das Matriarchat in greifbare Nähe: Klare, feministische Kante, eingängige Refrains mit Mitsingpotenzial, aber immer ohne Kitschkrieg. All FLINTA, all DIY – Punk in Reinform und das auch noch mit jeder Menge Wut im Bauch und Grinsen im Gesicht.

F*cking Angry

"Bonn: Entweder es regnet, oder die Schranke ist zu!" Gründe für Angryness gibt es im Bundesdorf also reichlich, und auf jeden Fall genug für eine geschichtsstarke Punkbandhistorie. Aber was gibt Punk auf Maßstab? Einen F*ck, ganz genau! Als aktuelle Vertreter bündeln F*cking Angry daher hysterische Hardcore-Wucht mit lässigem Schrammelpunk zu einer waschechten pratzigen Rebellionsattitüde, die auch immer mal wieder mit melodischen Passagen oder Trap-Parodien alle Schemata, Schemel und Schemalitäten bricht. Brechen? Waschecht? Melodisch? Ist das noch Punk?! Egal! Hauptsache: Angry! F*cking Angry!

Febueder

Febueder (ausgesprochen: Fe-bju-der!) ist nicht bloß irgendein avantgardistisches britisches Indie-Duo: Es ist ein unkonventioneller Ansatz einer musikalischen Tänzelei und Tändelei, in der Multinstrumentalist Kieran Godfrey und der Perkussionist Samuel Keysell die multiplikatorischen Möglichkeiten ihrer Instrumente und die multiplen Erzählformen zahlreicher Genres auskundschaften und in ausgedehnten Dialogen neu kombinieren, bis der Loop entlang seiner eigenen Limits zu gedeihen beginnt.

Fermium

FERMIUM sind keine Unbekannten im SchuBkarton, obwohl sie in dieser radioaktiv-explosiven Mischung noch nie die räudigste aller Fusionbühnen betreten haben. Hier sollte schnell allen Beteiligten klar sein: Hoffnung gibt’s eigentlich keine mehr. Worauf auch? Alles tonnenschwer, alles zum Scheitern verdammt, ein Wunder einzig, dass nicht schon längst alles in Flammen aufgegangen ist. Die Musik indes könnte fetter kaum sein: Doom, Hardcore des eher rasanteren Gemüts und heftige Screams, die Gänsehauut an Stellen hervorrufen, von denen man dachte, da kann man gar keine kriegen. German angst on an international scale.

Finisterre

Finisterre ist ein Haufen enger Freunde, die politische Ideen, die Liebe zu Musik und Bier teilen und gerne unterwegs sind. Finisterre ist eine HC-, Crustband aus Köln/Hannover, die sehr gute, politische und soziale Themen aufgreift und in einen düsteren, aggressiven, intensiven Kontext stellt. Finisterre perfektioniert eine Untergangshysterie, eine Lebenswelt, die gezeichnet ist von Ignoranz, Zerstörung, von einem Überwachungsstaat, Gefängnisse, Kapitalismus und sexueller Gewalt. Stilistisch nennen es einige Dark-Hardcore - sie nennen es PUNK!

FO SHO

Frente Cumbiero

Mit einer erfolgreichen Karriere hat sich FRENTE CUMBIERO zu einem der interessantesten Vertreter in der Erforschung der klanglichen Identität von Cumbia in Lateinamerika entwickelt. Unter der Leitung des kolumbianischen Songwriters und Produzenten Mario Galeano (auch Gründungsmitglied von Ondatropica und Los Pirañas) gilt Frente Cumbiero als vielversprechendes Ventil der neuen Cumbia-Bewegung. 2020 veröffentlichten sie zwei von der Kritik gefeierte Werke: die EP „Minyo Cumbiero: From Tokyo to Bogota“ mit der japanischen Band Minyo Crusaders und ihre zweite LP „Cera Perdida“.

Fulu Miziki

FULU MIZIKI bedeutet grob übersetzt „Musik aus dem Müll“, was im Klartext buchstäblich eine passende Beschreibung für das aufregend chaotische, umweltfreundliche Afro-Futuristen-Kollektivs ist. Die Instrumente, die sie entwerfen, bauen und spielen, sind Meisterklassen im Upcycling. Von aus Computergehäusen gebauten Guembris über Kanister-Drum-Kits, Keyboard-Erfindungen aus Holz, Federn und Aluminiumrohren bis hin zu alten Flip-Flops, die von Percussion-Spielern mit Plastikschläuchen als Pads verwendet werden, liegt der grundsätzliche Ethos der Gruppe aus der Demokratischen Republik Kongo im Respekt vor der Natur, der Feier ihrer Gaben und der Bedeutung ihrer Erhaltung durch Umweltschutz.

Genn

Released through London-based indie Everything Sucks Music, the six-song collection sees Leona, Janelle and their bandmates Leanne Zammit (bass) and Sofia Rosa Cooper (drums) contrasting searing post-punk missives with more allusive meditations cocooned in psychedelic textures.

Geraldine Schabraque X Vander Lizm

Fuckgenderdrag ist das was Geraldine Schabraque und Vander Lizm auf der Bühne betreiben. Während la Schabraque als Chanteuse Chanson-Klassiker aus ihrer queeren Perspektive neu interpretiert, ist jedes lipsync von Vander eine feministische Kampfansage. Es werden Utopien besungen, Queerness gefeiert und Cremant getrunken.

Get Jealous

Egal ob man sie jetzt Pop, Punk, einschüchternd, einladend, erfrischend oder viel zu ernst findet: Get Jealous haben bisher noch jeden konvertiert. Selbst vehemente Szene-Verweigerer, die dachten, dass sie Punk so gar nicht mögen. Wannabe-Skater Marike (she/her), Drummer Marek (he/him) und Frontbitch Otto (they/them) sind in ihrem prägnanten und energetischen Sound im Spagat zwischen den musikalischen Jugendjahren des Punk und sämtlichen Disney-Theme-Songs. Die kurzen, lauten Punktunes münden regelmäßig in catchy Popmelodien, während Ottos Lyrics die zerrüttete Gesellschaft rezitieren und Anstoß für innere Monologe sind. Skurril poetische Pöbelromantik auf einem mit Finesse garnierten Gerüst aus preschenden Drums und wummerndem Bass & Shouts. Live bilden Marike und Marek die spielfreudig sprudelnde Basis, welche Otto immer mal wieder die Freiheit lässt, ihre Vocals aus der wogenden Meute heraus, von der nächsten Bar herunter oder in frontaler Barrikadenhaltung mit brachialer Kraft heraus zu bellen. Mit ihrer Fusion aus Skate-Punk und Pop sind Get Jealous das ehrliche Herrengedeck serviert auf einem rosa-melierten Glitzertablett.

Ghetto Kumbe

Ghetto Kumbe trägt die kolumbianischen Roots-Beats in zeitgenössische Gefilde. Die trommel- und marimba-getriebenen Gesänge, die an Kolumbiens Pazifikküste entstanden sind überlebten die Mühen der Kolonialisierung im 16. Jahrhundert und wurden zum musikalischen Erbe der versklavten Menschen der Region, die der Gefangenschaft entkommen waren - sie sind Töne der Freiheit und Freude. Das Trio aus Bogota entwickelt auf dieser Basis einen eigenen groovigen Sound - klassische westafrikanische Rhythmen wie Lamban, Soli, Cumbia und Bullerengue verbinden sie mit dem basslastigen Dancefloor-Puls des UK. Ein modernes Genre im Dialog mit den afrokolumbianischen Nachfahren dieser alten Rhythmen.

Gilla Band

Seit der Gründung 2011 machen Gilla Band Musik zwischen Post-Punk und Noise Rock. Mit bildreichen Texten, die in einer brachial-vielfältigen Klanglandschaft ihren Hintergrund finden, spielen sie ihre Überzeugenden Shows. Manch eine*r würde das Schaffen der Band als Vollwertklang beschreiben. Eine gewisse Rohheit und Ungeschliffenheit bleibt kleben, wie Dreck am Schuh.

Gladbeck City Bombing

Polymorphs Play Distorted Techno Pop – Seit nunmehr 20 Jahren sind sie eingebettet in ihrer Liebe zu elektronischen Klangwelten, heftigen Beats, trockenem Sekt, Sex, Sickness und queerer Bühnenperformance. Weiter geht die wilde Fahrt!

Glauque

Auf der Landkarte der zeitgenössischen Musik hinterlassen GLAUQUE überall ihre Spuren. Ihre Liebe zur elektronischen Musik verändert die DNA des Hip-Hops in einem Maße, die alle Grenzen des französischen Chansons sprengt und somit ihre ganz eigene Identität entstehen lässt. Mit ihrem eigenen Label brechen die fünf Jungs aus Standards aus, um so die Werte einer anderen, wirklich radikalen Ästhetik zu verteidigen. Im Einklang mit ihren Ansichten und überzeugt von der Legitimität ihres Ansatzes geht es der Band um handwerkliches Können, individuelle Fähigkeiten und einen unerschütterlichen Teamgeist. Für GLAUQUE ist der kreative Prozess äußerst instinktiv. Der ständige Fluss neuer Ideen skizziert eine freie, hybride, ungehemmte Musik. Durch die Musik kristallisiert die Band die Paradoxien ihrer Zeit heraus.

GOAT

Vor 10 Jahren erschien dieses mysteriöse maskierte Kollektiv erstmals aus dem abgeschiedenen Dörfchen Korpilombolo, einem der düstersten Fleckchen Schwedens, in dem noch aktiv Voodoo praktiziert wird. - So die Kurzform der Legende von Goat, die sich der grenzenlosen Hingabe zur musikalischen Ritualistik und Ekstase verschrieben haben. Aus allen Trance-tauglichen Genres werden Elemente eingeflochten: Afro Groove, Archaische Gesänge, Post-Punk, Türkischer Rock, Psychedelische Krautformeln und Astral Folk. - Die Zwillingspriesterinnen laden schon zum Trip...

Golden Dawn Arkestra

Willkommen im goldenen Kosmos! Knackige Synths und vibrierende Grooves aus Disco&Soul, WorldBeat und PsychRock beschwören funkelnde Sternenlichtkaskaden, und überführen sie mit eindringlichen Hooks, transzendierenden Echos und packenden Gitarren zielsicher in Magengrube und Tanzbeine. They "deserve sucess"? Indeed! Film ab!

Grosstadtgeflüster

"Wo ist die Party? Hier ist die Party! Wer ist die Party? Wir sind die Party!" Dieses Trio aus Berlin klingt mal lustig, mal nachdenklich, mal obszön, mal trashig und mal richtig nach Abriss. In ihren oft brutalen und provokanten Texten scheißt die Band auf gesellschaftliche Normen, es geht ums Anderssein und um persönliche Freiheit. Sie sind „wie Rosenstolz auf Crack.“ Mit ihrem Sound, der sich irgendwo zwischen Elektro-Pop und Elektro-Punk bewegt, vereinen sie absurde Komik und große Gefühle. Ihr Motto: Motzen, alles auch mal kacke finden dürfen und dann darüber lachen und dabei immer locker durch die Hose atmen.

Groupe RTD - The Dancing Devils of Djibouti

Die Republik Dschibuti liegt am Horn von Afrika, ist so groß wie Mecklenburg-Vorpommern und beheimatet eine im Verborgenen gewachsene Musikszene. Wer vor Ort sucht, findet den heftigsten Groove bei der Studioband des Nationalradios: Groupe RTD – ein lebendiges Archiv regionaler Musikgeschichte. Mit einer Mischung aus traditionellen Tadjoura-Rhythmen, Ausflügen in indische Bollywood-Sounds, Somali-Pop und Jazz, sowie Einflüssen vom äthiopischem Danto-Stil, der Rocksteady Liebhaber:innen schnell mitreißen wird, transportiert die Band kollektiven Optimismus. Erste Europatour nicht ohne Lärz.

Guacayo

Guave mit Guacamole und Guacamayo (Papagei) beflügelten die Schöpfung des Bandnamens. Was mit viel Soul in der Stimme und soften Offbeats sehr smoothie daherkommt, fordert mehr: der Drang nach innerer und äußerer Freiheit und die Erhaltung der Natur, unserer Lebensgrundlage. In tiefer Sehnsucht seid ihr mit Reggaebeats und Indie Pop zum Tanzen am Strand, sowie zum Verhältnisse zum Tanzen bringen verabredet. Feel your body, feel the pain, feel your joy!

Gute Katze Böse Katze

Kuschelpunk aus Hamburg! Rosa Licht, Axel Hollywood und Campina de la Fuente streunen durch deinen Hinterhof. Sie fauchen gegen Patriarchen und kapitalistische Ausbeutung, wundern sich über die Rundfunkanstalten und zerkratzen überholte Rollenbilder. Dabei wollen Katzen eigentlich nur, was alle wollen: Kuscheln und Toben. Das queer-feministische Trio veröffentlicht mit "Fell in Love" im Sommer 2022 ein erstes Album auf dem Hamburger Label Waldinsel Records. Das Konzertdebut auf der Volksbühne Berlin, eine Künstler*innen-Förderung der Initiative Musik und eine Tour auf dem Dach eines Oldtimer-LKW stehen am Anfang der jungen Bandgeschichte. Die Löwin Rosa, das Kuschelkätzchen Campina und der Pussykater Axel haben viel vor in ihren sieben Leben.

Gym Tonic

Auf die Matten, fertig, los. Es darf gestampft und gehüpft werden. Das Internationale Quartett Gym Tonic kombiniert die Melodien des New Wave mit der Energie und Lautstärke des Punkrock und macht so ein Konzert zur schweißtreibenden Sporteinheit. Ihre Songs handeln von Atomkatastrophen, Vitaminspritzen, Autokrankheit und tödlichen Ereignissen. Ihr Sound ist laut, verrückt und ein bisschen zornig. Ihre Texte sind gespickt mit lustigen Fakten und schwarzem Humor. Aber auch die Leichtigkeit und Absurdität des Seins und der immer präsente politische Subtext verhelfen der Musik zu einem Platz auf dem Treppchen. Diese Band gibt dem Leben wieder einen Gym (Tonic).

Halfsilks

HALFSILKS ist das Ergebnis der Bassistin/Sängerin Karen Thompson (Gym Tonic, Point No Point) und der Schlagzeugerin/Sängerin Jana Sotzko (Soft Grid, Point No Point), die ihre Freundin und Synthie-Spielerin Marcia Arff in den Proberaum schleppten, um herauszufinden, was ihre gemeinsamen musikalischen Einflüsse von 60er-Girlgroups bis Post-Punk für Ergebnisse zeitigen könnte. Nun wissen sie's: Sie schreiben Synthie-getriebene, kantige Popsongs über Pferde, veraltete Technologien und weibliche Vorbilder.

Hammerhead

Punk Rock Rheinische Gymnasiasten-Provinzkids begaben sich einst in den Proberaum und wollten mit ebenso langweiligem Straight Edge Hardcore die Welt ein biszchen beszer machen und so richtig through breaken. Die Welt wurde nicht beszer. Die Provinzkids fingen eine Maurerlehre an, zogen in die Stadt. Bier schmeckte zudem dann irgendwie doch, und unter der Gasmaske ließ sich die Bong gut wegatmen. Schlagzeuger Oschewerda nahm die Hängetoms ab und Lutz nannte sich von nun an Tobias Scheiße und traute sich in deutscher Prosa - der Beginn deutscher Punk-Abriss-Geschichte mit Panzerschokolade in den Adern: „Köter“,“Zünd Dich an“, „Ich sauf allein“ - wer das nicht kennt, hat Schland-Punk verpennt. Das beste Auto dieser Welt, tankten sie für alles Geld, um in den letzten dunkeldeutschen Käffern zu zocken. Hut ab vor Hammerhead. Ob die schonmal in MeckPomm gezockt haben? Ich erinnere mich nicht daran. Aber wenn Hammerhead als Opener die „Handgranate“ in der Tubebox zünden, wird das Beben bis zur Turmbühne und zur Räuberhöhle hin spürbar sein. Aber bitte keine Mülltonnen schmeißen!

Hania Rani

Hania Rani ist Pianistin, Komponistin und Musikerin, die in Danzig geboren wurde und heute zwischen Warschau und Berlin lebt. Hania Rani übersetzt fließend Welt - Musik - Welt. Für sie sind die umgebenden Orte, Farben und Stimmungen die Inspiration ihrer Kompositionen. Alltägliches, was sie berührt und fühlt, verwandelt sich in ihrem Kopf zu sanften Tonfolgen. Ihre Musik, wie diese aus Hania fließt, ist (Klang)Welt ihrer Eindrücke, in dem ihre Hörer*innen eingeladen sind, sich umzuschauen und treiben zu lassen.

Harry Charles

Have You Ever Seen The Jane Fonda Aerobic VHS?

Nein! ... Aber der WorkOut mit Leslie-Orgel der finnischen Garage Band treibt garantiert ein Brennen durch jede Crowd. Noch 10...noch 9...noch 8...und nochmal extra tief für die perfekte Komfort-Zone!

HC BAXXTER

Ey, wenn Schinken die Bühne entert und da ne halbe bis dreiviertel Stunde wie ein Derwisch rumspringt (UND DABEI NIE AUS DER PUSTE KOMMT, wie macht der das nur?) - da bleibt eigentlich nur noch die Frage offen: Wie reich ist HC BAXXTER alleine durch Demogeld geworden? Wahrscheinlich steinreich! Kirmestechno, ja bitte. Silvesterraketen im April? Unbedingt! Konfetti und äußerst stabile Sprunggelenke? ABER HALLO! Dazu ein Herz größer als der Hamburger Dom und always straighter Hass auf nahezu alles Gegenwärtige.

Hector Savage

Hardcore Punk, Screamo

Henge

Die CantinaBand ist wieder da! Doch auf Ihrem Flug durch fernste Galaxien ist ihr Sound mächtig mutiert: Die psychedelische Mixtur aus Breakbeats, Space Sounds, 60s SurfGitarre, Drum´n´WhoppWhoppBass, Transistorzwitschern, Sprechgesang, Funk-Metal-Noise und allerlei anderen prickelnden Zutaten wird einfach als Cosmic Dross geordert. - Und schon springen die vollkostümierten Gestalten mit ihren legendären MushroomDancers auf den Tresen und zerballern Deine Bar!

Hyparschall

Mit hypnotischem Minimal-Punk dem Morgenrot entgegen! Die Ideenmaschine im Panoptikum der vom Aussterben bedrohten Sonderlinge sprudelt auf nunmehr zwei Alben. Die Koordinaten des Klangkosmos der umtriebigen Künstler Koch, Rabe, Busk, Keck sind weit weg von Rock-Scholle und musikalischer Schlachteplatte. Hyparschall versprechen eine Klang- und Zeitreise, musikalisch und atmosphärisch eindrucksvoll...eine spannende Fusion aus Minimal-Pop, Punk und Elektronik. Mal dunkel existenzialistisch und hypnotisch, dann wieder treibend und optimistisch. Eine faszinierende Band, deren Songs großartig irrlichtern und Sehnsüchte wecken.

IC3PEAK

Audiovisuller Terrorismus - oder eine futuristische Oper - oder ein gruseliges russisches Märchen? IC3PEAKs Bühnengesamtkunstwerk nimmt euch mit in ein Gefühl einer düsteren russischen Realität. Ihre rohen, elektronischen Klanglandschaften aus verlangsamten Beats, Rauschen und geisterhaften Sounds, durchbrochen von mal ätherischen, mal hysterischen Gesängen erwischen schonungslos. Auch auf der Textebene nehmen sie kein Blatt vor den Mund und verurteilen die gesellschaftlich Missstände Russlands scharf. Es geht um Krieg, Gewalt, patriarchale Strukturen und einer daraus resultierenden politischen grauen Tristesse. Aber irgendwie schaffen sie es darin auch Räume der Solidarität zu kreiiren und ermutigen zum Aufbegehren. Ein düsterer, ehrlicher Hoffnungsschimmer.

Ida Nielsen and The Funkbots

Funk´s not Dead! Die übertighten Basslines von Ida Nielsen ballern dir direkt in alle Sinnesorgane. Dazu shouted, singt und rappt die dänische Frontfrau begleitet von ihrer sagenhaften Backingband, welche minimal besetzt mit Drums, Gitarre und Rapper vielfachst fetter klingt als die Summe Ihrer Instrumente. Der gute alte Funk, gewürzt mit Elementen aus Hip-Hop, Disco & GlobalPop, schmeckt hier plötzlich wieder superfresh und macht Bock auf vielviel mehr. Prince ist tot - lang lebe die Prinzessin!

Ikan Hyu

Seit 2016 elektrisieren IKAN HYU Festival- und Clubbühnen mit ihren Performances. Mit der Attitude eines modernen Rock Duos und einem einzigartigen Approach Musik zu machen, erschaffen Hannah und Anisa zu zweit den Sound einer ‚ganzen Band‘: Anisa mit einer Flying V auf der einen und Hannah mit einem halb akustisch - halb elektronischen Drumset auf der anderen Seite. Der Bass-Synth in der Mitte wird von derjenigen gespielt, die noch eine freie Hand hat und komplettiert den "Oktopus-Style“. Das Ergebnis ist nicer Elastic-Plastic-Space-Power-Gangster-Future-Pop!

Il Civetto

Irnini Mons

Ein bisschen Chanson, ein bisschen Folk-Gesang und Post-Punk oder Post-Rock mit französsichen Texten? Klingt fantastisch? Ja, ist es auch, denn die Band behauptet obendrein vom Planeten Venus zu kommen. Ebenso bleiben die vier von Irnini Mons den Wurzeln der genannten Genres treu. Diese Traumhafte Überlagerung schafft ein sehr ausdrucksstarkes und eindrucksvolles Gesamtkunstwerk. Musikalisch wird kein Wunsch offen bleiben und auch ein hauch von Moshpit sollte bei dem Auftritt nicht fehlen dürfen.

Islandman

Islandman ist eine fiktive Figur, eine musikalische Persona, ein Träumer, der die Geschichten eines nicht existierenden Ortes komponiert. Es beginnt eine interkulturelle Audio-Reise. Die Songs entstehen dort, wo schamanische Rhythmen, nomadische Gitarren und kompakte elektronische Strukturen aufeinandertreffen. Ein Universum zwischen türkischer Psychedelia und afrikanischer Roots-Musik. Die Stärke des Istanbuler Trios liegt in der perfekten Balance von elektronischen Strukturen und akustischen Harmonien.

JAMES BKS & The New Breed Gang

Sein Leben begann 1982 in Frankreich und erfuhr eine drastische Veränderung, als seine Familie mit Ihm in die USA zogen. Dort kam er mit Hip-Hop als Musikrichtung und seinen Produktionstechniken in Kontakt. Zunächst schaffte er Beats und Instrumentals für die ganz großen der Szene. Dennoch schwenkte er in seinem Stil irgendwann um auf Afrobeat. Beide Musikrichtung kombiniert er geschickt und zollt so seinen eigenen kulturellen Wurzeln Tribut. Wir dürfen gespannt sein auf einen schweißtreibenden Live-Auftritt.

Jasmine Lajeunesse & Mellie Meteors

Jealous

Paz, Adi und Uri sind in Tel Aviv in einen Hexenkessel voll Fuzz, Glam und Leckmicham-Art-Punk gefallen. Nebst den lauten chaotischen Bühnenshows, bei denen Gitarre und Bass sich Postpunk-Blitze zuschleudern und die Drums von Garage bis Country alles abfackeln, drehen sie kurzfilmhafte Videos, vermehren sich in weiteren satanischen Gruppen und Paz & Adis Superkräfte reichen dann noch längst aus, ein DIY-Label in Berlin zu betreiben, das die Vorstellung davon, was ein Label sein „soll“, zu ignorieren sucht, denn sie "teilen einen großen Mangel an Verständnis dafür, wie Kapitalismus funktioniert".

Jembaa Groove

Dieses in Berlin lebende 7-köpfige Ensemble sticht heraus durch ihre rhythmischen und jazzigen Klänge und erschafft einen sanften, seelenvollen und wie der Name schon sagt groovy Sound. Inspiriert vom Soul der 60er und 70er bezeichnet die Band ihre Musik als Afro-Soul. Ihre Einflüsse lassen sich in traditionellen westafrikanischen Klängen aus Ghana und Mali, sowie im Highlife, aus Adowa und Wassoulou verorten. Treibende Bassgrooves, gleichmäßige Schlagzeugmuster, freshe Bläserlinien und eingängige Melodien gehen hier eine Symbiose ein. Strahlend hell zelebrieren die Musiker*innen das Leben.

Jenny Pepps & Robkob 600e

Texte über Spritzen im Hausflur, am Kotti hängen, marodierende Cops und die Angst nie wieder von der Afterhour nach Hause zu finden, oder dass das Speedtaxi nicht mehr kommt, bilden den Grundstock dieser Rattenkombo.

Joanna Gemma Auguri

Das Akkordeon als pulsierendes Droneninstrument, wie eine atmende Zeitmaschine. Die Zither spinnt sehnsuchtsvolle Klänge. Dazu von avantgardistischen Klängen getragener sirenenhafter, intensiv sanfter Gesang. Joanna Gemma Auguri öffnet uns die Türen zu einem sakralen Raum aus düsterem feministischem Folk, melancholischen Melodien, dunkel funkelnden Cinematic Pop Perlen und Poesie. Hier dürfen gebrochene Herzen in Ihren eigenen Rhythmen schlagen, und sich mit dem hoffnungsvollen Leuchten der wundertiefen Lieder durch die Dunkelheit tragen lassen...

Johannes Klingebiel

Kackschlacht

KACKSCHLACHT oder wie es Engländer:innen sagen würden: WHEN THE SHIT HITS THE FAN! Wie gehen wir mit dem ganzen Scheiß, der in der Welt passiert, um? Entweder bequem in einen Bauwagen zurückziehen und einen auf radikale:n Neandertaler:in machen, oder n Stein schnappen und… Das Post-Assel-Punkorchester aus Braunschweig hat sich dazu entschieden ein rumpeliges Schlagzeug, eine krächzende Gitarre und heiseren Schreigesang als Coping Strategie zu nutzen. Leck mich am Arsch, das geht ab…

Kadavar

Warum der ehemalige Ibbenbürener Tennis Vizestadtmeister Christoph „Tiger“ Bartelt seinen Schläger gegen einen dicken Joint und ein Drumkit eintauschte, ist uns nicht bekannt. Wir freuen uns aber, dass es so oder so ähnlich gewesen sein muss und er mit Philipp „Mammut“ Lippitz die Band Kadavar gründete, die sich in der Stoner- und Doomrock Welt Rang und Namen erspielt haben. Während die Vorgänger eher von heavy und fuzzy Gitarren geprägt sind, ist die aktuelle Scheibe, die zu Beginn der Pandemie entstand, eher trippy und verträumt. Wir sind gespannt, wie sie sich uns auf der Fusion präsentieren werden. Eine aufregende Reise wird es in jedem Fall.

Kalaha Moon

Ketekalles

Diese vier Power-Frauen durchbrechen nicht nur musikalische Grenzen. Ihr Sound bedient sich an Elementen von Rumba, Funk, Hip-Hop, Soul, Rock, Pop und sogar Trap und schafft es so unverwechselbar zu sein. Ihre Texte bedienen sich einer besonderen Sprache, die aufrichtig und intelligent ist. Die Absicht scheint ganz klar: Barrieren und normative Strukturen zu überwinden und andere Sichtweisen anzubieten. Und auch wer spanisch nicht versteht fühlt die Brillanz und Stärke von Ketekalles.

Kileen / Kosmofon Live Session

King Automatic

Seine musikalische Reise begann er Mitte der 90er Jahre als Drummer der legendären französischen Punk Band Thundercrack. Zu Beginn des neuen Milleniums unternahm King Automatic jedoch eine radikale Wende und führte neue Dimensionen in den stagnierenden Sound der One-Man Bands ein: Er begann Orgel, Gitarre, Harmonika und Percussion Live zu sampeln und zu loopen und kreierte so den Eindruck eines ganzen Orchesters. Von den Fesseln der musikalischen Tradition befreit, sucht er überall auf dem Erdball nach Inspiration, um endlich wahrhaft Transglobalen Rock’n’Roll zu kreieren.

King Hannah

Manchmal muss es der Zufall richten. So wie bei der Liverpooler Band King Hannah: Der Gitarrist Craig Whittle sah die namensgebende Sängerin Hannah Merrick schon vor Jahren auf einer Bühne singen - und plante heimlich ab dem Moment eine Band mit ihr. 2017 dann der Zufall: Ausgerechnet Hannah soll Craig in einen neuen Nebenjob einarbeiten. Craig schlägt zu - und Hannah ein. Seither liefert das Duo, das live zu einem Quartett anwächst, dunkle, schlurfende, Schuhspitzen-betrachtende Songs zwischen Americana, Indie und Noise, mit superehrlichen Texten über toxische Exmänner, langes Bettnässen oder falsche Väter. Entsprechend Ernst gemeint ist auch der Titel ihres ersten Albums: "I'm Not Sorry, I Was Just Being Me." Ja: Im Sie-selbst-sein sind King Hannah ziemlich weit vorne.

King Khan & The Shrines

Der Khan´sche König ist gekommen Soul zu zelebrieren, und wenn dieser Diva etwas anpackt, dann so richtig! Mit enorm tighter 8köpfiger Band, geht es auf eine tierisch treibende psychedelic Soul Safari gekrönt durch die ungezügelte Energie des säuselnd bis shoutenden Zeremonienmeisters. We gotta enjoy these hypersexual Gospels in Funkytown, Dear!

Kirszenbaum

Das Krakauer Duo Kirszenbaum kombiniert unabhängige Musikwelten zu einer dunklen, slawischen Post-Folk-Shoegaze-Klanglandschaft und gibt den Genres neue Richtungen an. In ihren Texten jonglieren die Beiden mit literarischen Referenzen und sind inspiriert von verschiedensten Bands und Songwritern. Der sehr eklektische Stil basiert auf einer engen Zusammenarbeit zwischen Gitarren, Geigen, live aufgenommenen Loops und einem dynamischen, flüsternden und kreischenden Gesangsduo. Das Ergebnis ist ein melancholisches intertextuelles Karussell.

Kit Sebastian

Voller Liebe für zeitlose Nostalgie und betörende Vielfalt verbindet das Duo Kit Sebastian (alias Kit Martin und Merve Erdem) Einflüsse aus der ganzen Welt zu einem hinreißenden Mosaik. Kraft psychedelischer Mächte vereint es Instrumente* verschiedenster zeitlicher und räumlicher Dimensionen in pluralistischen Melodien und Grooves. Aus brasilianischer Tropicalia, britischem Jazz, anatolischem Rock und loungiger Popmusik der europäischen 1960er lebt diese Musik für eine Welt ohne Grenzen. *Und zwar genügend, um die Beschreibung hier zu sprengen. Hervorgehoben seien nur: Oud, Tabla, Darbuka, Balalaika, Zither, Cembalo, Conga, Bongo, Bulbultarang, Synth, Saxophon, Gitarre, Bass, Drums und Gesang.

K.I.Z

Sie werden so geliebt wie gehasst. Die Kontroverse und die Provokation gehören bei K.I.Z zum Markenkern und es ist dabei egal ob am Ende das Szeneplenum oder der Bundestag Schaum vor dem Mund hat. Seit dem Jahr 2000 sind sie gemeinsam im Rap Zirkus unterwegs und es wurde nie langweilig. Mangelnde Kreativität kann ihnen also nicht vorgeworfen werden und die Konzerte sind für Fans immer ein Highlight.

Kokoko!

KOKOKO! erschaffen ihre eigene Klangästhetik. Das ist keine Phrase, sie bauen ihre Instrumente aus auf den Straßen Kinshasas gefundenen Materialien wie Kanistern, Dosen und Elektroteilen. Aufbereitet und neu verbunden entsteht mit ihnen ein Soundtrack für das herausfordernde, Kreativität befeuernde Leben in der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo – kraftvolle Dancemusic von treibender Polyrhythmik mit unvorhersehbaren Lo-Fi Sounds. KOKOKO! vereint vom gleichen rebellischen Geist beseelte Performance-Künstler*innen, Musiker*innen und Tänzer*innen. In ihren Shows drücken sie auch ihre Wut aus und entlarven altes und neues Unrecht. Immerhin leben sie in einem Land, das ohne frühere und gegenwärtige Ausbeutung eines der reichsten Länder der Erde wäre.

Kollaps

Industrial /power Elektro Trio ursprünglich aus Melbourne und mit frischemneuen Album im Gepäck.

Korto

Korto ist ein Dieselmotor, der gnadenlos auf den Highway des Überschall-Krautrocks gestartet ist, der mit Space Punk verheiratet und von synthetischem Pop betäubt ist. Unterstützt von einem brennenden Bass/Schlagzeug, zwischen psychedelischer Dampfwalze und Afrobeats, einer sauren oder anmutigen Gitarre und einigen nonchalanten Vocals, ist das Trio jenseits aller müden Etiketten: Korto ist kein Erbe einer Ära oder einer Bewegung, sondern eher einer Vorstellung. Korto ist ein dreirädriges Rennauto, das die Vergangenheit mit der Zukunft verbindet, sich für kostenlose öffentliche Verkehrsmittel einsetzt und kein Dessert in einem Restaurant bestellt.

Kosy

Das polnische Ensemble KOSY führt eindringlich eine charakteristische Besonderheit osteuropäischer Vokalmusic vor: Die betörende Sinnlichkeit mehrstimmiger Gesänge, häufig auf einem gleichbleibenden Drone-Ton, die wie eine glitzernde Brandung immer neue Facetten einer Welle durchspielen. Mit Geigen, Trommeln und entsprechenden weiteren traditionellen Instrumenten laden ihre dezenten, hypnotischen Wogen dazu ein, die gefühlte Ewigkeit in der vibrierenden Luft anzustarren und den immer neuen Öffnungen und Kaskaden im eigenen Geist nachzugehen.

Kröter

Kröter sind vielleicht live am besten zu verstehen. Stets improvisiert, basieren die Sets auf ihrem Fundus an früher aufgenommenen Stücken. Optisch sind sie „voll drauf“. Erwartet selbst gebastelte Kostüme, schräge Bühnenbilder und Videos. Rutschig im Wasser, an Land und irgendwo in den Sümpfen dazwischen - diese Amphibientruppe ist herrlich schwer zu definieren. Tatsächlich sind sie manchmal absichtlich provokativ und abstrakt, aber wenn wir der Herausforderung gewachsen sind, scheinen diese magischen Kreaturen den Hörer in ein unerforschtes Terrain einzuladen, nicht greifbar und intensiv präsent!

La Gallera Social Club

„La gallera“ bezeichnet eigentlich die Arena, in der Hähne zum Kämpfen aufeinander losgelassen werden. Doch die Vier aus der Küstenstadt Maracaibo im Nordwesten Venezuelas verstehen sie als „Social Club“ – zum Amüsieren, zum Tanzen und der Zusammenkunft. Und auch ihr treibender Sound ist inspiriert von diesem Ort, der brodelnden venezolanischen Ölstadt, einer Kreuzung zwischen den Anden, dem Tropenwald und den karibischen Küsten. Aus dieser Schnittstelle kreieren sie ihren elektronischen Folk: eine kaleidoskopische musikalische Fantasie mit einem ansteckenden Groove. In einer Zeit, in der Venezuela von ständigen politischen Unruhen heimgesucht wird, zeigt La Gallera Social Club ein anderes Gesicht dieses Territoriums mit seinen vielen Kulturen. La Gallera Social Club nimmt uns mit auf einen Trip, bei der die Energie traditioneller lateinamerikanischer Feste sowie säkularer amerikanischer und afro-venezolanischer Traditionen oft in eine Raum-Zeit-Verwerfung gerät. Hier werden die aus Afrika stammenden Trommeln und die indianischen Flöten mit Steeldrums kombiniert, die kosmischen Klänge der 70er Jahre mischen sich mit aktuellen digitalen Experimenten, um eine afro-lateinisch-futuristische und ausgesprochen tanzbare Musik hervorzubringen.

La Perla

La Perla stammen aus dem kolumbianischen Bogota und räumen mit vielen Vorurteilen auf. Etwa jenem, dass südamerikanische und karibische Musik immer nach fröhlicher Folklore für Hotelterrassen klingen muss. Oder, dass traditionelle Instrumente wie die Gaita nicht mit Rapping und Beatboxing in Einklang zu bringen wäre. Oder, dass Frauen, der in der südamerikanischen Musik-Folklore stets die Rolle der Background-Sängerin und Rasselschüttlerin zugeschrieben ist, nicht genug Kraft besäßen, um auch die tragenden Großtrommeln zu spielen, die dieser Musik ihren charakteristischen Sound verleihen. Ihr wichtigstes Alleinstellungsmerkmal ist aber ihr Empowerment nicht nur für den Feminismus, sondern für jede Art von Randgruppe - ein Thema, das in Kolumbien aus guten Gründen noch viel hitziger dieskutiert wird als hier. Mit scharfem Witz und parolenhafter Straßensprache singen, toasten und rappen diese drei Frauen gegen Machismo und Misogynie an - und wurden dank ihres Hits "Bruja" (zu deutsch: "Hexe") auch international bekannt. Dass man trotz der politischen und gesellschaftlichen Aufladung zu ihrer Musik fabelhaft tanzen kann, ist noch mal eine andere Sache.

Laturb

Laturb ist eine hoch emotionale Achterbahnfahrt durch dunkelbunte Glitzerwelten // mit Anarchie und Apfelsaft im Gepäck, Goldfisch und Granaten // zwischen New Wave, Synthpop, Punk & Performance. Die Liveshow ist musikalische Artenvielfalt, Unterhaltung, Debatte und Ekstase - also gut fürs Gehirn.

Leoniden

1. (astronom.) ein Sternschnuppenstrom, der alljährlich im November die Erdbahn kreuzt und sich alle 33 Jahre als ein besonderes Himmelsspektakel zeigt, bei dem pro Stunde mehrere tausend Sternschnuppen beobachtet werden können. 2. (musikal.) eine Band, die von ihrer Homebase Kiel 2017 wie eine Rakete durchstartete und dieses Jahr erneut den Fusionkosmos durchkreuzt. Das musikalische Spektakel zeigt sich als ein filigranes Indierock-Getänzel zwischen Grunge und Funk, das den Tag vergessen lässt und dich in die Unbeschwertheit der Nacht mitnimmt.

Les Trucs

Les Trucs sind Charlotte Simon, Toben Piel und verschiedene elektronische Gerätschaften. Ursprünglich als reines Bandprojekt begonnen, bewegt sich das Duo nun im Grenzbereich von Musik, Intervention und theatraler Inszenierung. Ob Klangkonzepte für urbane Orte, Kompositionen für einen sich bewegenden Zettelchor oder einen Science-Fiction-Performance-Zyklus, die ihre eigenen Arbeiten finden stets in Auseinandersetzung mit den sie umgebenden Räumen statt. Am Mousonturm traten Les Trucs u.a. als Zirkusband in „The Greatest Show on Earth“ auf. Sie gründeten im Rahmen des Festivals „Welcome to Caveland“ in einer ehemaligen Pornovideothek einen Geheimsalon und gaben den „Offenbacher Seefestspielen“ ihr musikalisches Erscheinungsbild.

Liiek

Berlin war schon immer ein aufregender Hotspot für störrischen und kratzigen Post-Punk. Auch 30 Jahre nachdem Bands wie Malaria! oder Die Tödliche Doris einen unangepassten, frostigen Underground-Sound in der Stadt an der Spree formten, gibt es heute noch immer eine lebendige junge Szene, die diese Punk- und DIY-Tradition musikalisch und künstlerisch fortführt. Dazu gehört etwa die Band Liiek um die Musiker*innen Anne Sophie Lohmann, Denes Bieberich und Oskar Militzer. Liieks Musik ist catchy, minimal und tanzbar. Rotziger und doch musikalisch ausgefeilter englischsprachiger Punk mit No-Wave-Einflüssen, der manchmal an die britischen Gang Of Four oder Bodega erinnert. Auch andere Bands aus dem Dunstkreis der Gruppe haben sich dem kalten Sound der 80er-Jahre verschrieben. Zu nennen sind hier unter anderem Diät oder Aus, bei denen auch Schlagzeugerin Anne Sophie aktiv ist. Freitag 23h Tubebox

Loitra Beuys

Auf der Bühne regen die sich mega auf. Mit sauber gespieltem, dreckigen Punk. Nicht nur weil du das Pfandsystem kacke findest müssen sie alles abreißen. Es braucht Trümmer um daraus aufzuerstehen. Es braucht Krach, damit du fühlst, dass du deine Ohren liebhast. Sie kommen aus Jena um dir zu helfen. Lässt du dich loitran? Oder regst du dich nur auf?

London Afrobeat Collective

LAC, das London Afrobeat Collective, ist eine politisch motivierte Partymaschine, die euch mit ihren revolutionären Live Acts garantiert zum Tanzen bringen. Ihre Musik basiert auf den ursprünglichen Prinzipien der Afro Beat Bewegung: sozialkritische Texte, durchgehende heftige Basslines und hypnotisierende tanzbare Beats.

Lotto

Mit ihrem Mix aus infernal free-jazz und post-rock ist LOTTO defintiv eine der erfinderischsten Bands des polnischen Undergrounds. Mit dem minimalistischen Spirit von The Necks, Godspeed You! Black Emperor, Earth und Innercity Ensemble, Łukasz Rychlicki, Mike Majkowski und Paweł Szpura machen sich LOTTO auf unenetdecken musikalischen Lücken zu schließen. Ihr minimalistischer Einsatz von Bass,Drums und Gitarre zaubert sie surreale Bilder und packenden, spannungsgeladenen Shows.

Lucie & The Robot

Die Berliner Sängerin und Produzentin Lucie spielt feministischen Elektropop. Unterstützt wird sie von ihrem menschlichen Live-Robot an Schlagzeug und Bass. Lucie feiert in ihren Songs groovige Dreistigkeit, radikale Selbstliebe und schonungslose Ehrlichkeit als Mittel gegen eine sexistische und profit-getriebene Welt.

Lucy Kruger & The Lost Boys

Was kann man sich unter einer Band vorstellen, die sich selbst als psychedelisches Folk/Ambient-Punk/Art-Pop-Kollektiv beschreibt? Eine ganze Menge - die Band versteht sich als kreative Wahrheitserkunder, die ihre Hörer auf eine Reise durch alle Gefühlslagen und das eigene Chaos mitnehmen. Unter der Leitung der südafrikanischen Performance Künstlerin Lucy Kruger, entstand so eine Trilogie aus Alben, eine Achterbahnfahrt der Emotionen, die sowohl wörtlich als auch metaphorisch eine Bewegung weg von und hin zu etwas dokumentiert. Zart, poetisch, gefühlvoll, intim und auch etwas laut, rauscht die Band durch alle Sphären, auf der Suche nach Befreiung und der so dringend benötigten Ankunft im Hier und Jetzt.

Machete en boca

“Machete im Mund”! Ein Bandname, wie er nicht besser zu den ehemals vier, mittlerweile nur noch drei powervollen, weiblichen MCs und dem DJ/Produzenten False Idol passen könnte. Diese Formation gehört bereits seit einigen Jahren zur Creme de la Creme der spanischen Rap-Szene. Durch ihr meinungsstarkes Auftreten, den kritischen, feministischen und kämpferischen Texten, mit welchen sie nicht nur auf soziale und gesellschaftliche Ungerechtigkeiten aufmerksam machen, sondern zugleich auch für mehr Vielfältigkeit und Respekt einstehen polarisieren sie die Massen. In allen Fällen ist der Bandname „Machete im Mund“ Programm bei diesen Künstler*innen: Während Rapperin San eher stark vom Reggae und Dancehall beeinflusst ist, finden sich bei La Prima Rap zum Teil härtere, vom Hardcore inspirierte Elemente ebenso wieder wie auch klassische Flamenco- und Salsaklänge, DJ False Idol hingegen bringt elektronische Einflüsse mit ins Spiel und Rapperin La Charli geht eher klassischem Old School Rap nach. Insgesamt also eine explosive und vielfältige Mischung aus kämpferischen Lyrics, Female Empowerment und Tanz, mit der die Rapperinnen sowohl national als auch international auf zahlreichen Bühnen und Festivals für Furore sorgen.

Mafia Klvb

Magik Karpet Karavan

Wenn in einer Runde von Leuten jemand eine Jam-Session vorschlägt, kann es durchaus ratsam sein, schnell ein Portal zu öffnen, um sich wegzubeamen. Wenn die Vier von Magik Karpet Karavan eine Session starten, brauchst du kein Portal, denn da fliegst du lieber mit. Ein Flug durch Funk, Jazz, Disco und Rock, stets mit Turbo-Groove und weichen Fasern. Finde die Pforte zum Schuhkarton um diese Session aufzusuchen!

MaidaVale

Ein Tamburin schnellt in die Höhe und mit ihm wild schillernde Harpyien. Matilda Roths Stimme belegt dich mit einem Bann: strebe nach oben – if you want the smoke, be the fire. Sofia Ströms Gitarre schleudert Blitze und die von Linn Johannessons Bass und Johanna Hanssons Drums ausgerollten Donner kehren souverän in ihre Hände zurück. MaidaVale spielen eigensinnigen Heavy-Psychrock, die Verbindungen unter den versierten Instrumentalistinnen sowie zum Publikum elektrisieren und die Lyrics sind übrigens mitnichten nostalgisch sondern geradeheraus zeitkritisch.

Malatesta

MALATESTA machen heftigsten Crust-Punk, der stark inspiriert von der schwedischen und der Portland-Dark-Crust-Szene aus der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts ist. Man möchte vor der Bühne stehen, die Faust in die Luft strecken und sich nach einer besseren Zukunft sehnen, während man in einer dystopischen Realität lebt. Nothing less.

Mal Élevé

Mal Élevé nimmt seinen Künstlernamen ernst: Seine Musik ist „schlecht erzogen“ – sie hält sich nicht an Regeln, stellt sich gegen die Norm. Der ehemalige Frontsänger von Irie Révoltés fackelt nicht lange, sondern geht gleich auf die Barrikaden. Seine Songs sind eine Kampfansage gegen Faschismus, Kapitalismus und Sexismus und zugleich ein Aufruf zu weltweiter Solidarität. Für Mal Élevé sind politischer Protest und Zusammenhalt untrennbar miteinander verbunden. Und dieses Gemeinschaftsgefühl ist auf seinen Konzerten zu spüren. Mit seiner Mischung aus Reggae, Dancehall, Ska, Rap und Punk bringt er das Publikum zum Durchdrehen, bis das ganze Palapa wackelt.

Mamoré

Wenn sie singen „du erwiderst meine Liebe nicht“ möchte man im Publikum schreien: „doch! Ich! Hier!“ Aber die Synthesizer bauen schon die nächste neue deutsche Welle auf, die euch durch die Zeit trägt. Den Rock der 70er und 80er können die beiden jungen Musiker nicht miterlebt haben, also seid ihr es die sich in einer anderen Zeit befinden, denn das klingt real! Es geht um Alltägliches: Liebe, Herzschmerz und Autofahren.

Mark Ernestus‘ Ndagga Rhythm Force

Hier verdichten sich luftig-trancigen Polyrhythmen Westafrikas mithilfe einer stärker elektronischen Ästhetik zu einer globalen Clubmusik für das 21. Jahrhundert. Der repetitive Sound der Sabar-Drum bildet den vorherrschenden Rhythmus. Das Aufeinandertreffen mit Techno-Musik verdeutlicht dabei deren Ursprünge in der schwarzen Musik und gibt dem Genre gleichzeitig spannende Impulse zur Weiterentwicklung. Mark Ernestus’ Ndagga Rhythm Force ist die Kollaboration zwischen dem Berliner (Dub-)Techno Pionier und Hardwax Gründer Mark Ernestus und acht Musiker*innen aus dem Senegal. Darunter sind einige der besten Musiker des Landes wie die Drummer Bada Seck und Modou Mbaye und der Gitarristen Assane Ndoye Cisse.

Matibhrama, Heimya, Gnaia

Fabien, Pierre und Sebastien aus Frankreich gestalten das diesjährige Opening auf dem Trancefloor in drei Akten, ohne Vorhang. Heimya stimmt Euch gemächlich ein und sorgt mit live gespielten Instrumenten und feinem Groove für eine hippieske Grundstimmung. Anschließend wird Gnaia das Tempo etwas anziehen, so dass sich das Ganze (Drama) zuspitzen wird. Zu guter Letzt wendet sich Matibhrama mit Didgeridoo & Co nochmal explizit an alle, denen das noch nicht genug Trance war.

Matibhrama, Heimya, Gnaia

Matibhrama, Heimya, Gnaia

Matrone

Matrone ist eine Schelle die einen funkelnden Schimmer auf deinem Ohr hinterlässt. Grimmige und laute Riffs mit verspielten, manchmal melancholischen Auswüchsen. Die Band hat keine Angst sich passende Kosthappen aus diversen Genres einzuverleiben und drückt mit Power, playing und politics einen fetten Wumms durch die Verstärkung: 1990er, Grunge, Sludge, Riot Grrrls, D.I.Y. Punk, Hardcore!

Meloi

Meloi klingen so knackig und eingängig wie ein top gepflegter Spielhallen-Flipper, und dabei so glänzend als hätte ihnen jemand die Gitarrensaiten lackiert und die Verstärker mit Neonröhren bestückt. Die 80er-Blütezeit des Hardrock wird hier nicht nur zelebriert, sondern nochmal auf den Grill geworfen und erst runtergenommen, wenn es maximal knusprig ist. Marty, fahr schonmal den DeLorean vor!

MESSED UP

Davon, was es heißt, wie gefährlich es werden kann, wenn man’s Maul aufmacht, kann MESSED UP nicht nur ein sprichwörtliches Lied singen. Bei MESSED UP geht es textlich v.a. darum, wie eine „postsowjetische Gesellschaft […] gewöhnliche Menschen begünstigt und wie Menschen in Machtpositionen diejenigen unterdrücken, die sich dafür entscheiden, anders zu leben“. Die belorussische Band lebt inzwischen nicht nur wegen der autoritären Regierung ihres Landes im polnischen Exil. Sie lehnen es ab, konformistischer Teil der patriarchalen und unterdrückerischen Gesellschaft der ehemaligen UDSSR zu sein. Lauthals schreien sie heraus, was sie ablehnen und segeln damit weiter gegen den starken Wind des reaktionären Zeitgeists.

Meute

Meute ist nicht in der Kategorie „normale Band“ zu finden. Die Auftritte als übergroße Marchingband auf öffentlichen Plätzen oder in zum Bersten vollen Konzertsälen sind legendär. Ob sie nun gekonnt Pop-Hits in ihrem eigenen Stil covern oder eigene Songs spielen: Egal. Denn wenn Meute am Start ist, dann geht es in die Knie und aus der Hocke wieder in die Vertikale. Selten bleiben dabei die Klamotten trocken. Mitreißend und mit jeder Menge Rythmus und Witz fasziniert das gute Dutzend immer wieder das Publikum. Zwischen Interpretationen elektronischer Musik oder klassichem Diskosound rockt das Instrumentarium von DJ, über Blechbläser bis hin zu Trommeln bis zum Umfallen.

Miley Silence

MILEY SILENCE ist eine Hardcorepunk-Band aus Hamburg. Dunkel, roh und aggressiv türmt sich das Bollwerk auf, bevor ein heftiges „I am going insane“-Feeling einsetzt. Im Uffta-Rhythmus und im lautstarken Schrammelkurs werden schwere Soundbrocken produziert, die mit destruktiven und nihilistischen Inhalten gefüllt werden. Kompromisslos wird hier geshoutet, als gäb’s kein morgen (gibt’s ja wahrscheinlich wirklich nicht, früher oder später) und die Angst vor der chronischen Kehlkopfentzündung ist allenfalls nebensächlich. Die Sonstrukturen sind eher einfach (es ist Punk und kein Sinfoniekonzert), aber dafür immer mit jeder Menge Wut und Attitüde.

Mine

Die Musik fließt und brodelt, schmiegt sich zärtlich an, bäumt sich auf und bedroht Dich. Mines Lyrics: emotional, direkt und gesellschaftskritisch, ohne dabei belehrend zu sein. Pop als performatives Gesamtkunstwerk, das alle Sinne anspricht. Hier und da ist eine Kollaboration mit dem angenehmen Teil des deutschen HipHops zu hören. „Was ist Freiheit? Wer beengt mich? Was ist Arbeit? Wer beschenkt mich? Wer hat stets genug für sich? Wer starrt hungrig auf den Tisch?“ Mine bot, bevor sie ihren neuen Song „Unfall“ rausbrachte, der Musikwelt die Noten dafür an. 96 Coverversionen diverser Artists folgten als Antwort und transferieren Mines Idee in alle erdenklichen Genres. Dieser musikalische Fächer ist in Mines Musik spürbar, wedelt Dir Herzenswärme zu, dann puncht es, damit Dich gleich die Ballade in den Arm nimmt.

Mirandéle

Mirna Bogdanovic Group

Missratene Töchter

Macht es euch nicht zu bequem! Hier kommen die Missratenen Töchter! Die Musik klingt irgendwie wie Schlager. Die Texte sind irgendwie Punk. Irgendwie Musik zum Schunkeln UND zum Motzen. Passt nicht, denkst du? Passt doch! Slagerpunk ist der heiße Scheiß. Sie spielen Akkordeon, Drums, Keyboard und was den Beiden noch so zwischen die Finger kommt. Die Texte des Liedermaching-Duos klingen witzig und heiter, aber auch manchmal wütend, sie handeln von Feminismus, Anarchie und dem Sturz des Patriarchats. Solche Töchter können wir uns nur wünschen!

Mitsune

Als Mitsune überschreiten fünf Musiker*innen aus Japan, Australien, Griechenland und Deutschland nicht nur Ländergrenzen. Mit drei Shamisen-Spielerinnen, Kontrabass und Percussions holt ihr Fusion-Folk die Ausgelassenheit eines Matsuri auf die staubigen Holzveranden der nordamerikanischen Prärie und die kristalline Strenge klassischen Spiels in die warme Dunkelheit eines Clubs. Mitsune adaptiert japanische Traditionals, Blues und Jazz und verwirbelt sie live mit eigenen Stücken voller treibender Grooves, mitreißender Gesänge und psychedelischer Weite in einem audiovisuellen Fest, das Tradition und Avantgarde feiert.

Mono Green

Mono Green, zwei Wörter, fast wie ein Vor- und ein Nachname miteinander kombiniert, die den Künstler, der dahinter steckt, perfekt repräsentieren. Eine einzelne Person, ein Soloprojekt, eine zentrierte Vision des Musikers Fabian Ristau. Grün ist lebendig, die Essenz des Lebens und nicht nur wegen ihrer heilsamen Wirkung auf unsere Psyche die Farbe, in der wir uns ungefiltert als Mensch fühlen. Eine Therapie für die Gemeinschaft. Dies, so der Musiker, ist die Aufgabe der Musik in guten wie schlechten Zeiten. Ein ausgestreckter Arm ohne Vorbehalte.

Moody Kablawi

Morena Leraba

Morgen Teuer Töten

80s-Synthpunk aus Berlin, der keine Gefangenen macht. Einfache Strukturen, kurze, knackige Bretter und parolenhafte Kraftmaschinen, die sich mit alldem beschäftigen, was man von Berliner Punk erwartet.

Moscow Death Brigade

MOSCOW DEATH BRIGADE spielt in einer ausgefeilten Tour de force über Grenzen hinweg. Ob nun mit Techno-, Rap- oder Punkelementen ausgestattet, präsentieren sie eine ganz eigene Version des Genre Hip-Hop. In Ihrer eigenen Bezeichnung nennen sie es Circle Pit Hip-Hop. Musikalisch schaffen sie einen einmaligen aggressiven Mix aus Elektronischer Musik, Hardcore Punk und Rap, der gespickt ist mit Querverweisen aus Straßenkultur, Grafitti und immer auch einer klaren Botschaft an die Gesellschaft gegen Krieg, Rassismus und andere Arten von Diskriminierung.

Neonschwarz

Ihr Sound begleitet uns musikalisch seit einem Jahrzehnt auf wütenden, tanzenden, gekesselten oder zergipfelten Demonstrationen mit gerappter Haltung. Entert der neonschwarze Block die Bühne, ist die Power von erster Sekunde an riesig: Ein vermummter Elefant im Porzellanladen, der mit politischem Rap-Wrestling zum Takedown gegen die Verhältnisse ansetzt. Doch der Klappstuhl wird nicht nur ausgepackt um der Gesamtscheiße musikalisch einen überzubraten. Neonschwarz kann auch weich, eine musikalische Sitzgelegenheit um kurz durchzuschnaufen, dann aufzuspringen und als funkensprühende, tänzelnde Flamme das Feuer am Leben zu halten.

Newen Afrobeat

Für Newen Afrobeat ist Musik ein Werkzeug zur Gesellschaftlichen Veränderung. Ausgestattet mit dem Erbe von den Pionieren des Afrobeat, erspielte sich Newen Afrobeat über die Jahre ein riesiges Publikum. Sie kombinieren auf genial Art die Kulturen Latein Amerikas und Afrikas.

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Punk, Wave, Grunge / Hamburg

Nihiloxica

Nihiloxica ist ein frisches Kollektiv, bestehend aus 7 Perkussionisten des Nilotika Cultural Ensemble und zwei elektronischen Livemusikern an Synthies und Drummachine, aus der ugandischen Hauptstadt Kampala. Langsam, langsam steigen die düsteren synthetischen Klänge aus einer nebulös pulsierenden Tiefe an die Oberfläche, paaren sich mit den traditionellen ostafrikanische Trommelrhythmen und erschaffen ein extrem tanzbaren Dialog aus Techno und Afrobeats.

Norlyz

Die elektroakustische live Band vereint die Wärme und Fragilität akustischer Instrumente mit der Präzision und Energie elektronischer Musik: tanzbar und nuanciert zugleich, inspiriert von Techno, Klassik, Weltmusik und Jazz. Die facettenreichen Arrangements lassen Raum für Improvisation und nehmen die Zuschauer mit auf eine Reise durch parallele Welten, mystische Orte und cineastische Klangdimensionen.

NOWAVES

NoWaves spielen unterkühlten, garagigen, LoFi-Wave. Das Rad erfinden sie nicht neu, aber die Radfelge gibt einen selten matten Glanz wieder. Ohne großen Pathos haben sich die vier einen ganz eigenen Sound zusammengeschustert und bestechen mit minimalistischen Beats, verschrobenen Singsang und einer „No Entertainment“ Attitüde, die den nach Nichts heischenden Pöbel fernhält. Von Synthiesounds angetrieben, rollt das seltsam anmutende Rad immer weiter gen Horizont. So trifft die ein oder andere Melodie direkt ins versehrte Herz und lässt es, ob des Wahnsinns um uns herum, ein wenig aufblühen. Good for health - bad for education.

Oidorno

Oi-Punk aus Hamburg

Oiseaux-Tempête

Olicía

Das Bandprojekt der beiden Multiinstrumentalistinnen Anna-Lucia Rupp und Fama M’Boup entwirft einen völlig eigenen Klangkosmos, der Einflüsse zwar zulässt, diese aber nie als bloße Zutat begreift. Wenn es aber einen Fixpunkt im Olicía-Kosmos gibt, dann ist es der Umgang mit der Stimme, und zwar längst nicht nur durch die Verwendung der Loopstations und Effekte. Es gibt geloopte Stimmfetzen, die den Rhythmus antreiben oder den Background dekorieren und die oft gar nicht von mechanischen Instrumenten, wie Synthesizern oder Percussion zu unterscheiden sind.

Oliotronix

Oluma

Omni Selassi

Viel hilft. OMNI SELASSI spielen auf zum musikalischen Verhängnis. Und nichts ist mehr wie vorher: Aufspaltung und Zerlegung, symbiotisch, androgyn, kaleidoskopisch polytox. Ihr Spiel ist eine Reise, etwa mit einer Rakete (high up / highest), einem Unterseeboot (deep down / deepest), einem Güterzug. In Bewegung, immer. Schliesslich entzünden sie sich selbst, tauchen sich in Spiritus, der Teppich steht in Brand und Rauch füllt allen Raum, mit dem Himmel als Dach. Zwei Schlagzeuge auf Gesang, viel elektroakustisch Verdrehtes, tu es dir selbst, bald peitschend, bald laut. Nenn es Superflux Tribe vs. Bubblegum Drone. Kraut. Punk. Levitate.

Oracle Sisters

Die Weissagungen der Orcale Sisters wickeln euch in kunstvollem Traumrock mit ganz viel Polaroid: Erleuchtende Arrangement und warme Stimmen führen auf auf eine zwischenweltliche Seelenwanderung aus Liebeskummer, Heimeligkeit und das Wesen menschlicher Verbindung.

Painting

"Ich sah den Engel im Marmor und meißelte, bis ich ihn frei ließ." soll Michelangelo einst gesagt haben. Das Trio Painting aus Berlin betreiben eine vergleichbare Suche in allen zugreifbaren Dimensionen digitaler und nativer Musikhorizonte. Synthetische Klangkaskaden, klassisches Schlagwerk und raffiniert aufgegliederte Vokalarrangements werden von Theresa Stroetges, Christian Hohenbild und Sophia Trollmann mit Saxophonklängen und Gitarren in ein klangliches Gemälde gebannt - mit dem besonderen Charme eines freigelassenen Engels in verchromtem 3D-Effekten.

Paulinchen Brennt

Keine Panik! Paulinchen brennt...in den Ohren! in den Beinen! In der Seele! Es ist ein Experiment! Experimenteller Post-Hardcore aus Leipzig! Meist schön minimalistisch! Schlicht und direkt! Mit Noise! Und Screamo! Viel Zerrgitarrendruck und treibenden Drums! Dann auf einmal mit rührigen und fast andächtigen Chören! Jedenfalls, dann auch wieder ordentlich laut! Dafür brennt nicht nur Paulinchen!

Peaches

Peaches ist transgressiv, feministisch, progressiv. Peaches ist elektronische Musik, Hip Hop, Punkrock. Peaches ist Ikone, Musikerin, Produzentin, Regisseurin, Performancekünstlerin. Peaches hinterfragt binäre Geschlechtszuschreibungen, zerschmettert patriarchale Denkmuster, fördert Sexpositivität. What else in the teaches of peaches? Fuck the pain away. Fuck the pain away Fuck the pain away. Fuck the pain away

Perilymph

Perilymph ist ein eigenes, skurriles und manchmal beängstigendes Universum. Es ist ein seltsamer und doch irgendwie vertrauter Ort, an dem musikalische Motive wie wiederkehrende Träume wachsen und schwinden. Vielleicht gefällt es ihnen dort... Oder vielleicht ist es für sie einfach zu spät, um wieder herauszukommen... Ihre Musik ist ein psychedelisches Klangkino, das den Hörer von pastoralen Oasen zu mondänen Großstädten und zurück zu den äußeren Grenzen des Kosmos transportiert, wo wir geboren wurden. Perilymphs einziges Ziel ist es, Musik zu erschaffen, die den Moment sublimiert, den Zuhörer mitreißt und dunkle Ecken der Musik in Vergangenheit und Gegenwart erforscht. Irgendwo zwischen Kraut Rock und Psychedelia. Das ist der Sound der sich ständig verändernden Welt von Perilymph - ein Ort, an dem die Platte vielleicht endet, aber die Musik nie aufhört.

Petrol Girls

Petrol Girls sind mehr als eine Punkrock Band. Sie sind auch über die Musik hinaus politisch und aktivistisch, leben den D.I.Y. Gedanken. Wenn Sängerin Ren ihre in eindrucksvolle Texte verpackte Wut heraus schreit, bleibt kein Auge trocken, keine Faust offen und kein Bein still stehen. Sie singt dabei gegen die patriarchale, kapitalistische Gesamtscheiße die uns umgibt an. Dabei steht sie für den Widerstand und die Solidarität mit marginalisierten Menschen ein. Der Einfluss von Riot Grrrl ist nicht zu leugnen, jedoch versteht es die Band den feministischen Aufbruch von damals in die heutige Zeit zu übertragen und intersektional weiterzudenken. Das spiegelt sich auch in der Musik wieder, die facettenreich ist, auch ruhige Parts zulässt und eher dem Post-Hardcore zugeordnet werden kann. An dieser Stelle könnten jetzt entsprechende Szenegrößen als Referenz zur Rate gezogen werden, aber viel besser ist es, ihr nutzt die Chance und macht euch selbst ein Bild.

Phonophobia

Pietra Tonale Orchestra, Salgari Rec., Andi Otto, M.Rux & guests

Wie klingt eine Kombination folgender Performances? 1. Das Pietra Tonale Orchestra aus Italien improvisiert auf Basis eigener Stücke mit einem variablen Line-up von bis zu 20 Personen an mit Jazz kompatiblen Instrumenten. 2. Ein Komponist und DJ (Andi Otto aus Hamburg) steuert die Sounds seines modifizierten Cellos mit Gesten. 3. Salgari Records, die italienische Herausgeberin wahrnehmungserweiterender post-globaler Musik, kombiniert erlesene Seltenheiten in einem DJ-Set. 4. Ein meisterhafter Remixer (M. Rux, Berlin) produziert zeitgenössische Exotica mit elektronischen Instrumenten aus der DDR. 5. Unbekannte Gäste steuern Unbekanntes bei. Na, selbstverständlich haben wir nicht die geringste Ahnung. Aber es wird Eure Aufmerksamkeit wert sein.

Plattenbau

Plattenbau nimmt dich mit in den Keller deiner Seele. Ätherischer Dreampunk, durchsetzt von roboterhaftem Darkwave, alles überlagert von wohl kuratiertem Noise entsteht ein Raum der die Auswüchse der Menschheit beleuchtet. Wohl sortiert nach Kapiteln beschäftigt sich Plattenbau thematisch mit: Fantasie und Zerstörung, Mord und das Leben nach dem Tod, Liebe und Tod, Unterdrückung und Hoffnung, das Weltliche und das Göttliche. Plattenbau wurde 2011 in einem dunklen Keller des ehemaligen Stasi Hauptquartiers in Ost-Berlin gegründet. Ursprünglich ein reines Aufnahmeprojekt, jammten sie stundenlang über langsam schleifenden Deathrock und hörten sich die Bänder in kalten, dunklen Nächten an, um über alternative Realitäten, Firmengeistergeschichten und den Tod der Ideologie zu sprechen.

Pogendroblem

Wie wollen wir miteinander umgehen? – Anders! So viel steht fest für pogendroblem, die sich nun fast vollends von provinziellen Jugendlichen aus Bergisch Gladbach zu urbanen Punx transformiert haben. Jetzt geht es darum das Potential, von dem immer alle reden, schneller durch falsche Entscheidungen, unüberlegte Veröffentlichungen, schlechte Ernährung und zu viele Konzerte zu verballern als Nicolas Cage Rollen zusagt // eure Miete steigt // die Polarkappen schmelzen (you get it), bis dass Lohnarbeit und Kleinfamilie sie scheiden. pogendroblem klingen nach 80s-Punk mit Garage-Einflüssen und poppiger Niedlichkeit. Inhaltlich changiert alles zwischen Angepisstheit, utopischem Begehren und kühler Hoffnungslosigkeit. Freitag 19h Tubebox

Point No Point

Wir bewegen uns mit der Band auf einem weichen Klangteppich, in den wir introvertiert versinken können oder uns mit anderen zum Spielen verabreden: wir träumen uns an Deck eines verwunschenen Forschungsschiffes, untersuchen den Wald unter dem Mikroskop. Die Gefühle lassen wir dort besänftigen, von den Strapazen des Alltags und sammeln neue Energie. Eine Brise Melancholie und Zweifel bleiben, doch neue Lebenslüste brechen sich Bahn wie ein Keim aus dem Schatten. Eine fantastische Übersetzung innerer Bilder in eine vom Jazz beeinflusste experimentelle Pop Musik. Live erwarten euch 5 Musiker:innen aus Berlin, die euch spielerisch auf eine konfuse Reise schicken in der ihr euch auf flashige Momente freuen könnt.

POKY

Geiler Post Punk aus Leipzig, mit brüllenden Gitarren und starken Melodien. Eurem Sprachzentrum wird mit deutschen und englischen Texten einiges abverlangt, dabei sind es gerade die english lyrics die euren Mitgrölfinger in die Höhe schnellen lassen werden. Treibender Garage für den verbindenden Tanz in Gruppen.

Pongo

Pongo ist eine Künstlerin, die als DIE Königin des Neo-Kuduro gefeiert wird. Kein Wunder, sie pusht den Musik- und Tanzstil aus Angola in neue Sphären, indem sie diese mit Sounds aus der ganzen Welt versüßt. Die 1992 in Angola geborene leidenschaftliche Tänzerin wuchs mit einem Reichtum an Musik und Rhythmen auf. Traditionelle angolanische Lieder, karibischer Zouk, brasilianische Beats … all das lieferte den Soundtrack ihrer musikerfüllten Kindheit zwischen den Kontinenten, Sprachen und Kulturen. Bereits in ihren Teenagerjahren mischte Pongo die Kuduro-Szene Lissabons auf, endlich lässt Pongo es in unseren Gefilden mit süchtig machender Party- und Clubmusik ordentlich krachen. Bitte mehr davon!

Ponys Auf Pump

Wenn du denkst, dass wirt schon wieder, hast du dieses Mal wahrscheinlich recht! Diese vier Musiker*innen aus Berlin machen feinsten Synthpunk, der einfach Spaß macht. Extrem lustig und eine angenehme Mischung aus „auf die Fresse“ und „sehr eingängig“. Es geht einfach los und dann ist es gut! Bitte pogt jetzt.

Postman

Postman repräsentiert eine neue Welle ukrainischer Musik, die nach der Revolution der Würde 2013-2014 entstand. Obwohl seine Haupteinflüsse aus den 60er Jahren stammen, ist seine Musik moderner City-Folk vom Feinsten. Kostiantyn Pochtar begeistert mit Postman als Multiinstrumentalist und als Songwriter der Lieder schafft, die sich wie eine Umarmung anfühlen. Live begleitet er seine knackige und gleichzeitig kuschelige Stimme hauptsächlich mit Akustikgitarre.

Public Display of Affection

Hier kannste nicht wegschauen und einfach vorbeigehen: Public Display of Affection sind ziemlich heiß! Als Mixed-Media-Kunstprojekt von Jesper Munk und der Performerin Madeleine Rose konzipiert, erweiterte sich das Paar bald um den walisischen Filmemacher/Punk-Propheten Lewis Lloyd und den „echten“ Berliner Schlagzeuger Anton Remy. Während das bizarre Quartett in entschlossener Undefinierbarkeit mit einem Gebräu aus Punk Wonk, dramatischen Duetten und kinky Jazz ihr glotzendes Publikum anlockt, sorgen ihre an die furchtlose Exzentrik der West-Berliner Kunst- und Musikkollektive der 80er Jahre erinnernde Live-Shows dafür, dass sich dieses nicht mehr entziehen kann.

Puddles Rising ft The Creatures From The Deep

Im Zentrum der Show steht Puddles the Pelican, ein heruntergekommener Vogel aus der greifbaren Zukunft der menschengemachten Apokalypse. Den kaputten Pelikan begleitet eine fünfköpfige Band: The Creatures from the Deep. Zusammen performen sie ein queeres und düsteres, politisch explosives Science Fiction Cabaret. Musikalisch getragen von dem Sound amerikanischer Barshows (Jazz, Blues, Soul, Bossa, gebrochen durch Elektro und Rock) verdichtet sich eine Story gegenwärtiger Gewalt und Zerstörung bis alles versinken wird. Außer das letzte Kreuzfahrtschiff auf dem wir weiter die Stimmung hochhalten können, dank diesem schäbigen Gefieder auf der Bühne.

Puppe'n Mucke

Hier gehts rund! Irre Oktopusse, Erdbeeren, Häschen oder Vögelchen fegen fröhlich zu trashigem Elektro Rock über die Bühenbretter. Das Berliner Musik- und Kunstkollektiv, das 2013 vom Musiker Raving Mad Carlos und dem bildenden Künstler SHOXXX gegründet wurde mischt Elektrobeats und -sounds mit verschiedenen Instrumenten wie Melodica, Bongo, Keyboards, Bass und Gitarre. In ihren riesigen Manga-artigen Puppenkostümen werden sie ab und an auch mal von Gastsänger:innen und -künstler:innen begleitet. Ihre fantastischen Performances machen richtig gute Laune und verzaubern durch spritzige Originalität, zynischen Humor, absurden Unsinn und wunderbarer, ernsthafter Nichternsthaftigkeit.

PUULUUP

Was erhält man, wenn man einen Krug Surrealismus, ein wenig modernen Folk und eine Schaufel Wikinger-Geigen zusammen mixt und das alles durch einen Haufen Effekte und Loops jagt? Die Antwort heißt Puuluup, eine estnisches Neo-Zombie-Post-Folk-Duo. Ramo Teder (aka Pastacas) und Marko Veisson lassen die Talharpa, eine mit einem Bogen gespielte Lyra, wieder auferstehen, ein sehr populäres Instrument im frühen Mittelalter in Nordeuropa, das bis ins frühe 20. Jahrhundert in Estland weit verbreitet war. Doch das Ganze ist kein ethnomusikologisches Toben. Puuluup verzahnen die Vibrationen der Pferdehaarsaiten mit modernen Effekten, nutzen verschiedene Bögen und ungewöhnliche Rhythmiken. Das milde Seufzen der Talharpa ergänzt sich wunderbar mit ihren elektronisch verstärkten Echos, Klopfern, Knacken und Knistern, während der organische Klang des Instruments erhalten bleibt. Alles wird präsentiert mit einer besonderen Form von Humor und Originalität: Sie spielen mit Noten ebenso wie mit Worten - und erzeugen dabei zuweilen ihre ganz eigene musikalische Sprache.

PVA

Stampf,Stampf,Tanzbefehl!... PVA schwelgen in etwas, was EBM gut macht! Der freshe Live-Opener 'Untethered' holt mein DarkWave-Herz mit bratzigen Arpeggiatorsounds und lakonischen Floskeln ab und überrollt es beim Flachköpper auf die mit Neonlicht geflutete Brandung. Stringent, schwoofig und mit satten Bässen holt das Londoner Trio aus dem bunten Bälleparadies ab zu einem überzeugenden Trip durch ein milchglasiges Cyberpunk-Szenario.

Qlowski

Londoner twee-punks. Qlowski sind Michele Tellarini (IT, vocals, guitars), Cecilia Corapi (IT, vocals, keyboard), Lucy Harriet grace Ludlow (UK, bass, cello), Christian Billard (US, drums & percussions).

Quintron & Miss Pussycat

Mr. Quintron und Miss Pussycat waren eine der aufregendsten Acts der frühen 2000er, die Shows ein Fest, jedes mal, und nun sind sie endlich wieder da. Das beste: Sie haben die Drum Machine durch einen echten Schlagzeuger ersetzt, und dazu noch einen Gitarrero engagiert, und das Bandoutfit steht dem nun zum Quartett angewachsenen Ensemble ganz hervorragend. Es gibt tatsächlich keine Band die so klingt, das ist auf 60s-Garage-Rock (manchmal hat´s nen Chain & The Gang-Touch) aufbauender, aber viel komplexerer und verspielterer Future-meets-Past-meets-Mardi Gras-meets-Thriller-Sex-Rock/Blues, im Mittelpunkt steht die unverwechselbare Orgel (gerne mit Effekten), die smarten, gerne mal politischen Lyrics, und viel Spielfreude. Die neu dazugekommenen Riffs geben dem ganzen einen etwas klareren Rock-Mantel, die Psych-Einflüsse tun ihr übriges, manchmal meint man, eigentlich fehlt nur noch ein nackt tanzender King Khan, dann wäre die Party schon perfekt. Einmalige Band

Rimojeki

Rocket Men

Sechs junge Männer aus Hamburg, Leipzig und Berlin machen sich auf den Weg zu zeigen, wie unsere Welt klingt: Intergalactic Jazz, Dub und Drum'n'Bass im Hier und Jetzt. Unpathetisch und zielgerichtet peitschen sie ihre Rakete gleich mit dem ersten Akkord in Richtung Weltall. Jenseits der Stratosphäre angekommen drehen sie sich um und blicken gen Erde: Die Raumfahrer lassen mit ihrer musikalischen Expedition ein ganz persönliches Zerrbild der Eindrücke dieser Welt entstehen – ehe sie wieder auf der Erde landen und den Countdown für den nächsten Start herunterzählen.

Rolf Blumig

Rolf Blumig, Alter 24, lebt in Leipzig und liebt die Musik so sehr, wie er den Kapitalismus verachtet. Er macht trotzdem mit im Game, wegen der praktischen Distributionswege. Musikalisch bewegt sich Rolfie, wie ihn seine Fans und Freunde nennen dürfen, zwischen den Polen Rock und Pop, schätzt Fleetwood Mac genauso wie Zeckenrap und hält fest am zeitlosen Sound der Millionenfach totgesagten elektrischen Gitarre. Zusammen mit seiner extrem belastungsstarken Rhythmusgruppe betreibt er ein fahrendes Livegeschäft, das wahlweise als „Rolf Blumig Band“ oder „Zirkus Blumig“ ins Rampenlicht rückt.

Rong Kong Koma

Tantrapunk, wo man hinschaut. Hart und poppig, schnell und langsam, laut und leise, singen und schreien, tanzen und pogen. Knarzige Gitarren treffen auf kratzigen Gesang. Ballerndes Schlagzeug trifft auf hüpfende Basslinien. Sofort ist man in der Spelunke. Kuscheln oder schubsen? Ganz egal. Wir sind hier alle gemeinsam. Ein seliges Grinsen, Bier aufmachen, Jacke in die Ecke werfen. -Alles ist gut. Wer RONG KONG KOMA hört, tanzt. Zu Hits, die keiner kennt. Zu erstmals gespielten Klassikern. Zu nagelneuen Evergreens.

Rosa Blaulicht

Rosa Mimosa y sus Mariposas

Rosa Mimosa y sus Mariposas haben sich in Lissabon aus der großen Liebe zu Cumbia und Latein-Amerikanische Rhythmen gefunden. Salsa, Merengue, Afrobeat and Dub würzen den ekstatischen Sound der 11, aus vielen Ländern kommenden Musiker:innen und laden mit Klarinetten, Saxophonen, Akkordion, Bass, Gitarre, Congas & Drums und internationalen Stimmen zum grenzenlosen Tanz.

Roter Hering

Am 15. Februar 2014 trafen sich sieben Personen in Rostock um über die Idee zur Gründung eines Arbeiterliederchores zu sprechen. Schon eine Woche später, am 23.2. 2014 findet die erste Probe statt. Man sang das Lied „Die Internationale“. Alle verorten sie sich als links denkende und handelnde Menschen. Einer beherrscht das Gitarrenspiel und ist Musiker in einer Ska-Band, ein Anderer sang schon mal in einer Hardcore-Band, zwei der Mitglieder kommen aus der organisierten Arbeiterjugendbewegung. Sie selber sagen: „Im Rahmen von Aktionen der Arbeiterbewegung werden seit dem 19. Jahrhundert charakteristische Lieder gesungen. Das Singen dieser Lieder ist Ausdruck einerseits von Benachteiligung und Unterdrückung lohnabhängiger Beschäftigter, andererseits aber auch von ihrer Gegenwehr und Zukunftsgewissheit. Die Lieder weisen häufig einen positiven Bezug zur grenzüberschreitenden Solidarität und zum Streben nach Frieden zwischen den Völkern auf. Viele sind Übersetzungen aus anderen Sprachen, wie beispielsweise „Die Internationale“ oder „Bella Ciao“. Das Singen der Lieder der deutschen Arbeiterbewegung ist über weite Strecken der deutschen Geschichte verboten und unterdrückt worden. “

Ryskinder

Low-Fi Loops, Stehdrums und satte Punchlines: Das Israelisch-japanische Dou überführt experimentellen Psychedelic in ein drückendes Elektrogewand und macht dabei jede Menge groovende Gefangene!

Saint Michael

JazzFusion-Trio aus Hamburg/Leipzig mit Einflüssen aus R'n'B, Latin und Pop.

Saitün

Saitün predigen Mystik mit Jogginghose: Eine düstere Mische aus amtlichem Stoner Rock mit orientalischen Klangmustern, gekrümmt durch die Arschfalte eines Wüstendämons in Russenhocke und kompetent verscheppert mit einer gehörigen Portion Psychedelic. Von soviel rostigen Garagenvibes, Kammfiltergitarreneffekten und Tropfsteinhöhlengroove kündet nichtmal das Necronomicon, bei dem die Basler Bombastbastler den Titel ihres Albums 'Al Azif' ausgeliehen haben. Den arabischen Ursprungstitel hat der wahrscheinlich bedeutendste Autor phantastischer Horrorliteratur Lovecraft einem Werk aus dem Jahr 700 vor Christus angelehnt. Dieses handelt vom Summen, Wüsten und wüstem Summen! Summa sumarum erhellen die Schweizer Lichtbringer Genregrenzen in einem spielerischen Feuerwerk zu einem verführerischen Abenteuer ohne eindeutige Enden. In diesem Sinne: Hail Satün!

SALOMEA

SALOMEA'S SOUND IST EINE FLIEßENDE KUNSTFORM. SIE IST EIN STATEMENT. SIE IST PROTEST. MUSIK DER ZUKUNFT. JAZZ, RNB UND ELEKTRONIKA. UNKONVENTIONELL. EINE STIMME AUS EINEM ANDEREN UNIVERSUM. PRÄZISE UND WARM. SALOMEA IST EINE EINLADUNG. AUFRICHTIG. GEGEN ERWARTUNGEN UND VORURTEILE. EIN MOMENT ZUM INNEHALTEN UND ZUHÖREN.

Sandaru Sathsara

Santiago Analytica

Grooved euch ein, auf eine elektronische Rassel mit sanften Rhythmen aus Santiago de Chile. Überraschende Wendungen in der Liedstruktur kombiniert mit fetten Bässen bescheren eurem Körper ungeahnte Windungen. Ein Geschenk mit Cumbia Schleife voller Sehnsuchtssounds.

Santrofi

Die 'Roaring 20's' werden zumeist mit westlichen Kulturblüten zusammengedacht. Wie bekannt ist schon, das sich zu dieser Zeit in Ghana ein mindestens ebenso lebensfroher wie virtuoser Stil namens 'Highlife' entwickelte, aus dem der globale Afrobeat hervorging? 'Santrofi' bezeichnet einerseits die afrikanische Mythengestalt eines 4-flügeligen heiligen Vogels, und zum anderen diese 8-köpfige Gruppe gesegneter Musiksterne aus Ghana, die mit lebenssprühenden Funkgitarre, wirbelnden Trommeln und knackigen Bläsern antreten, um sämtliche solcher und anderer denkbarer Wissens- und Erlebnislücken zu füllen. Diese bunten Vögel landeten mit ihrer frischen Single 'Alewa' gerade erst im Mai in einer COSMO-Liste "Fünf Songs die Welt jetzt braucht". Zurecht! Zeigt eure Federn und federt mit, schwingt Schwingen und Tanzbein!

Sara Hebe

Sara Hebe ist eine der Ikonen der queeren Szene Argentiniens und eine der bekanntesten Künstlerin/Rapperin Lateinamerikas. Sie bricht die Grenzen zwischen HipHop, Elektro, Reggaeton, Punk Rock und Cumbia auf, setzt die Essenz neu zusammen und rapt darauf. - Ihre Lyrics sind urbane Gedichte, energetisch, roh und gleichzeitig unverschämt poetisch. Gebt Euch die Energie von Sara Hebe!

Schildkrötenunterfunktion

Schroety Schamone

Shaolin X Tracy

In Shaolin X Tracy begegnen sich die erfahrene Funk'N'Soul-Combo Shaolin Temple Defenders und die junge aufstrebende französische Rap-Künstlerin Tracy de Sá zu einem facettenreichen Turnier der Genres unter Schiedsrichterschaft von DJ NEJO. Wie bei einem guten Wettstreit unter Freunden gibt es hierbei viele Gewinner: Die Funkkapelle liefert die entzückend breite Klangfarbe und Lebendigkeit einer Liveband, Tracys wuchtige Hooks erden die ganze Angelegenheit mit der Schwergewichtigkeit zeitgemäßer Bassmusik, und DJ NEJOs Cuts verleihen der gemeinsamen Promo-Single 'Rickshaw' den fernöstlichen Finishing Move! "Nimm an, was nützlich ist. Lass weg, was unnütz ist. Und füge das hinzu, was dein Eigenes ist." (Bruce Lee)

Shey Rah

Shey Rah is a vocalist, songwriter and electronic music artist of Iranian heritage, born and raised in Germany. After singing in various jazz formations and spending the last 6 years in Amsterdam with the study of jazz vocals and live electronics, she is now returning back to the stage with her solo debut and a laptop full of recipes and flavors to take the audience into her very personal and immersive sound world. As a multifaceted, independent live performer, Shey Rah not only entices with her soulful and dreamy voice, but also incorporates a versatile use of electronics and interactive effects, allowing the listener to dive deep into her imagination and eclectic taste for sound, rhythm and atmosphere. Inspired by diverse music styles, such as R&B, soul, jazz, trip hop, eastern traditional music and folklore, as well as dub, jungle, and UK bass, her songs are a unique mix between human and electronica, dark and bright, melancholia and bliss. A contemplation on love, vulnerability, empowerment, spiritual connection, and a sense of nostalgia driven by her longing for roots.

Shht

HelloHelloooHalloooHaloHallloooHalloooooHelloooow - absurde Lyrics, ein spaciger Unterbau und ne dekonstruierte Dekonstruktion. Hier hängt auf eine derbe sympathische Art alles schief und ihr dürft lachen und weinen gleichzeitig. Das Quinttet aus Ghent ist Rausch und Rummel, ein feuchter Post- Pop Traum.

Shirley Holmes

Zwei Sängerinnen an Gitarre und Bass und ein Typ am Schlagzeug, der langsam nicht kann. Sie zündeln, bis die Hütte brennt! Kein Stuss, keine Berührungsängste - nur 100% reine Energie. Made in Berlin. Punk + Indie + Elektro + Bumms + Melodies + Rotze!

Shortparis

Geboren aus einem Kollektiv von Avantgardisten, die sich entschieden, die Landwirtschaft an den Nagel zu hängen, um sich der Kunst zu widmen, positionieren sich Shortparis als Opposition zur modernen Musikszene. Ihre Musik kombiniert irrationale, spastische Dancegrooves mit Theater-Performances und erhabenen Vocals auf Russisch, Französisch und Englisch. Live-Auftritte der Band bewegen sich abseits des Spektrums "normaler" Konzerte, sie wirken eher wie zeitgenössische Performance-Kunst. Shortparis fechten das System der Club-Konzerte an und bevorzugen daher rohe Schauplätze wie verlassene Industriegebäude, Lebensmittelgeschäfte und so weiter.

Sind

Die Band als Familie, die Familie als Band: Mit ihrem aktuellen, dritten Album "Kino Kosmos" hat sich für die Berliner SIND das Konzept „Band“ mehr denn je aufgelöst und ist gleichzeitig noch einmal ganz neu zusammengewachsen: „Der Grundgedanke war: Wir machen Musik, damit wir alle kostenlos aufs Festival können und zusammen Spaß haben“, erzählt Hannes Husten - und wer mitwollte, machte eben Sound, half als Fahrer*in oder Techniker*in aus oder kümmerte sich um Licht. Aber irgendwie blieb es nicht dabei: Aus der Single „Deine Magie“ vom vorigen Album "Vielleicht ist es anders als du denkst" entwickelte sich peu a peu eine Art heimliche Hauotstadt-Indie-Hymne; es folgte mit „Alpina Weiss“ gleich noch ein weiterer Song mit unerwartet weitreichender Begeisterung. Die Band veränderte sich, dachte über neue Ästhetiken und unverrückbare Haltungen nach, nahm neue Formen und Besetzungen an. Und heute? Heute machen Hannes als Gitarrist, Texter und Lead-sänger, Ludwig Noack am Schlagzeug und Matthias Völzke am Bass als Kern dieses familiären Kollektivs weiter mit SIND, fast immer begleitet und erweitert durch wechselnde Freund*innen, die mal für ein paar Live-Auftritte dabei sind, dann wieder für eine satte Orgel bei Studioaufnahmen, oder auch nur, um ihr lyrisches Ich an den Songtexten mitarbeiten zu lassen. In diesem Sinne ist auch ihr neues Album "Kino Kosmos" entstanden: es geht um Freundschaften, um Familie, um die Menschen um uns herum, aber auch um Orte, die verschwinden und Umstände, die sich unwiderbringlich verändern.

Snapped Ankles

Sie kamen von den Bäumen. Jetzt im fruchtbaren Osten Londons angesiedelt, bewahren Snapped Ankles die wilde Energie des Waldes. Ursprüngliche Rhythmen, Noise und Post-Punk Elemente – ein ohrenbetäubender Sturm gespielt auf hausgemachten Log-Synthesizern, elektrifizierten Gitarren und auf Ästen gespannte Tierhaut. Snapped Ankles sind in Gefilden von Warehouse und Squat Parties aufgeblüht, kollaborierten mit Filmemachern und performten an Orten wie Friseurläden, Spielotheken und im Wald, den sie einst ihr Zuhause nannten. Endlich nun heizen Snapped Ankles mit ihrem dreckig rollenden Sound auch die Fusion ein und das durch die treibenden Rhythmen erzeugte weiße Rauschen pflügt eine tiefe Furche in noch unbekannte Winkel deines Hirns!

snarg

Obwohl Bandvergleiche stinken wie drei Tage lang in Folge auf dem Festival getragene Socken – hau raus, dann können wir schneller drüber wegkommen: Wer ANTITAINMENT immer noch vermisst, kennt SNARG noch nicht. SNARG machen ziemlich abgefahrenen, extrem hervorragenden und höchst abwechslungsreichen Elektropunk-Irrsinn. Deutsche Texte, wildes Durcheinander, stabile Haltung, viele, teils während des Konzerts getauschte (und unterschiedliche!) Instrumente, sowie teils mehrstimmiger (!) Gesang. Innerlich tot kann nur sein, wer sich hiervon nicht in Bewegungslaune bringen lässt.

Son Rompe Pera

Cumbia is the the new Punk! Geboren und aufgewachsen in den tiefen Außenbezirken von Mexiko-Stadt, halten die Gama-Brüder mit ihrem neuesten Projekt Son Rompe Pera das Erbe der Marimba-Musik am Leben. Nach jugendlichen Ausflügen in die Punk und Garage Welt haben die Brüder in den vergangenen Jahren zur Marimba zurückgefunden. Doch haltete euch fest! Hier gibts nie zuvor gehörte Spielarten zu hören. In der Tradition des historischen Instruments verwurzelt, übersetzen sie die Töne in ganz neue Lagen und gehen bis an die Grenzen des kultigen Stabspiels - der Marimba Punk ist geboren!

Sophistication.

Sophistication ist eine ein-Frauband der aus Kiew stammenden Musikerin Sofia Shvager. Sie kombiniert die akustische Gitarre mit einer alles durchdringenden Stimme. Daraus setzt sich der zwar minimalistische aber gleichzeitig auch ruhige Sound zusammen. Mit diesem begleitet uns Sofia durch ein bisschen dunkle und ein bisschen melankolische, aber immer entspannten und wärmenden musikalischen Geschichten.

Steppenkind

Die Musik von Steppenkind ist dark und dancey. Ihr Sound führt Synthesizer, elektronische und akustische Drums, hypnotisierende elektronische Gitarren und gesprochene Worte zusammen. So gelingt es ihnen eine Brücke zwischen Nachtclub und Live-Konzert zu bauen. Das Ambiente ihrer Tracks ist moody, psychodelisch und emotional, aber kann auch eskalieren und wird so zu einem Dark-Rave-Techno-Sound, der das Publikum zum tanzen zwingt. Das Konzept der drei in Berlin lebenden Musiker: mit möglichst wenig viel Sound zu machen. Und es geht auf!

Strongboi

Scharfkantig, frech und empowernd! Strongboi das sind Ziv Yamin und Alice Phoebe Lou. Ein eklektizistisches Duo mit rauer, kraftvolle Stimme und ehrlichem Songwriting. Ihr melodischer Beat, 90er-Jahre-Polka-Dot-Synthies und ein gemütlicher Dub- Rhytmus bilden den Hintergrund für die eindringlichen Texte über Selbstbestimmung und den Bruch mit Erwartungen. Also, tragt den Lippenstift auf, hüllt euch in Samt, schüttelt den Körper aus und lasst die Becken kreisen.

Sub Pressure Band feat. Longfingah & Baptiste

Longfingah gilt als einer der talentiertesten Reggaeartists aus Deutschland und überzeugt seit Jahren mit seinem energiegeladenen und authentischen Raggamuffin Style. In den letzten Jahren konnte er auch international punkten und spielte zahlreiche Shows in Mexiko, Japan, Hongkong, Indien, UK und Europa. Auf der Bühne kann man Longfingah jetzt mit seiner brandneuen Live Dub Band Sub Pressure Band erleben. Die Band besteht aus vier Musikern, die bei Reggae- und Dubheads keine Unbekannten sein dürften; sie spielten zuvor u.a. bei Wood In Di Fire, GuerillJah, Dub Engineers, Brass, Wood & Wires und Jahcoustix.

SUCK

SUCK paaren in ihrer Garage 77er Punk mit heavy Gitarren und Synthi-Sounds. Abgerundet wird das ganze mit einem Augenzwinkern und durch die wundervolle Stimme von Sängerin Isabell, die mal klingt als würde sie Fledermäusen den Kopf abbeißen und an anderer Stelle FLINTA* in die erste Reihe bitten. Mit solchen Bands wird Rock and Roll auch 2022 nicht langweilig!

Sylvie Kreusch

Ein Feuerwerk des Herzschmerzes - ein atmosphärisches Pop-Drama. Egal ob mit oder ohne gebrochenem Herzen - Syvies Kreuschs melodische, herzerweichende, schnörkelig warme Songs lassen eure Herzen garantiert höher schlagen. Ihre unterschiedlichen musikalischen Nuancen, changieren zwischen lässigen Indie- Rock Noten, über orchestrale Inszenierungen, soulige Einlagen bis zu ungewöhnlichen Klangräumen und bilden abwechslungsreiche Klangbilder für ihre sanften und spielerischen Texte und Stimmspiele. Rausch und Ritual verbinden sich auf elegante Art und Weise, gerahmt durch eine sichere, feine und sehr ausdrucksstarke Bühnenshow. Ein Gesamtkunstwerk aus Musik, Lyrik und Performance, ohne Pop- Kitsch. Hier wird Schmerz entlüftet und zu hellstem Licht transformiert.

Takeshi's Cashew

Hier ist der neueste tanzbare Psychedelic-Shit aus Wien: Takeshi´s Cashew kombinieren Vintage Synthesizer, Flöten, klirrende Surfgitarre, Space Echo & elektronische Downtempobeats und ergründen dabei bouncend die Grenzgebiete und Schnittmengen von Disko, Cumbia, Afrobeat & Krautrock. Tauche ein in diese schillernd komplexen und doch federleicht verspielten Arrangements! So treiben wir schließlich völlig gelöst an den farbenfrohen Stränden des Cosmofunk.

Taxi Kebab

An der Kreuzung von Einflüssen, die aus allen Richtungen kommen, ist Taxi Kebab die Kollision zwischen Synthesizer, DrumMachine, Gitarren und Buzuq. Klanglandschaften werden von nordafrikanischen Geistern bewohnt. Poesie der Herkunft gegossen über saure, Akkorde und plätschernde, maschinenproduzierte Schichten offenbaren ungeordnete Identitätsfragmente zwischen den Welten. Die hauptsächlich elektronische Musik des französisch-marokkanischen Duos Leïla Jiqqir (Buzuq, Gitarre, Stimme) und Romain Henrys (Drum Machine, Synthesizer) ist rau und psychedelisch, ihr Sound komplex und "dis-oriental".

Team Scheisse

Kaum eine Band hat im letzten Jahr für so viele Lacher gesorgt und das ohne düsigen Mackerhumor. Dafür zeigen die Bremer auf ihrem Debut mit dem griffigen Namen "ICH HAB DIR BLUMEN VON DER TANKE MITGEBRACHT (JETZT WIRD GEKÜSST)" viel Herz, auch für Kaufhausdetektive und wenig Sympathie für Vorgesetzte, Bundis und andere autoritäre Charaktere. Wie der Genosse Volkmann auf die sehr passende Genrebezeichnung Meme-Punk gekommen ist, wird auf ihrem Instagram Kanal schnell deutlich. Never Mind the Fun-Punk here’s Team Scheiße!

Testimona

The Cosmic Progress Orchestra

The Lips

The Magic Touch

Mehr als 15 Jahre sind seit der Gründung von THE MAGIC TOUCH vergangen und in der Zeit hat die Berliner Band ihre einzigartige Mischung aus Rocksteady, Rhythm and Blues, Ska, Early Reggae und Dub verfeinert. Ausgestattet mit Skills erlernt von den Großmeistern des Reggae höchstpersönlich und mit eigenem neuen Song-Material im Gepäck ehren sie treu den Sound Jamaikas der 60er und 70er Jahre.

The OhOhOhs

Kratzende Synthies, pumpende Beats, epische Melodien, das ist der Ursprung von THE OHOHOHS. Nach unserem letzten Album “Sturm & Drang” und der intensiven Beschäftigung mit der Verbindung von klassischer Musik und Clubmusik, spielen wir auf dem Extravaganza Floor eines unserer seltenen Technosets im Duo! Mit analog gespieltem Techno auf Synthesizer und Stand-Up Drums rücken wir die Clubmusik in den Vordergrund, unter zwei Bedingungen: ALLES wird live gespielt und jeder Klang analog erzeugt!

THE OHOHOHS feat. Maja Bader & OMNIAstrings

THE OHOHOHS machen Beethoven tanzbar, mischen Pop mit Sopran, Techno mit Klassik, lassen den Konzertsaal zum Club und den Club zum Konzertsaal mutieren. Auf ihren Konzerten erklingt „Konzertante Klubmusik!“, wobei sich auf der Bühne nur zwei Instrumente gegenüberstehen: der Konzertflügel und Schlagwerk. Ist das eine meist Sinnbild für E-Musik, ist das andere eher in der U-Musik beheimatet. Bei den beiden FLO´s existiert dazwischen keine Trennung. Sie sind im Austausch, ein eingespieltes Team, und in ihrer Verbindung verwischt die Grenze zwischen klassischer und populärer Musik. Auf dem neuen Album „Sturm & Drang“ finden sich neben eigenen Kompositionen, Bearbeitungen von J.S Bachs Präludiums No. 2 c-Moll sowie aller 3 Sätze von L. v. Beethovens „Mondscheinsonate“. Live wechseln sich die alten Meister und die von ihnen inspirierten Kompositionen ab und dies zuweilen mit namhaften Gästen. Für das Konzert auf der Fusion, ist die Schweizer Sopranistin Maja Bader eingeladen und um u.a. die Sinfonie N° 1 von THE OHOHOHS aufzuführen kommt das OMNIAstring Quintett mit ins Luftschloss!

The Omniversal Earkestra

Das Omniversal Earkestra, 2011 gegründet, spielt seit seiner Gründung bis auf wenige Ausnahmen jeden Montag in seiner Heimatstadt Berlin. Die etwas andere Big Band war seitdem ständig auf Reisen. Alles begann im „Soul Cat“ in Kreuzberg, weiter ging es in der Theaterkapelle in Friedrichshain, danach in die Kultstätte Keller in Neukölln über das Ballhaus Berlin in Mitte, um nur einige zu nennen, nun wiedernach Kreuzberg, um dort jeden Montag im Schwester Martha, ehemals Rauchhaus, zu residieren. Über die Zeit hat die Gruppe mit einigen internationalen Musikern gespielt und ständig ihr Repertoire erweitert. Darunter Amanar de Kidal aus Mali: Das war ein unvergessliches Erlebnis. 170 Gäste tanzten zu einer relativ spontanen Kooperation einer Tuareg Band aus Mali und einer deutschen Big Band. Die Idee war noch am selben Abend geboren: Dorthin, wo es solche Musik gab, musste auch das Earkestra einmal reisen. Zwei Jahre vergingen. 2018 war es soweit. Mit Hilfe der TURN-Stiftung konnte das Projekt und der Dokumentarfilm „Le Mali 70 Earkestra“ realisiert werden.

The Stancats

The Urban Voodoo Machine

Auferstanden aus dem Delirium der letzten durchsumpften Nacht ist diese bunte Horde wieder aus dem Cabaret gestolpert, um mit uns den ganzen Schmarrn noch einmal und mindestens doppelt so arg zu zelebrieren. Die Trommeln stampfen und das Blech jammert sich in Ekstase bis Alles zu VoodooReggae skankt. Im PunknRoll-Fieber werden jegliche Körperteile durch den Saal geschleudert und sich gegenseitig die Tränen zu den liebevoll gegrunzten Balladen abgeleckt, um zu guter Letzt selig durch den Swamp zu swingen: Nicht weniger als eine Kaschemmenmesse vom Feinsten.

The Zenmenn

Über The Zenmenn ist nicht sonderlich viel bekannt. Ihr Debütalbum »Enter The Zenmenn« – geht das noch als Metallica-Referenz durch? – breitet demonstrativ die Yogamatte aus. Klänge (südost)asiatischer Herkunft mischen sich mit dickschwadigem New-Age-Nebel, der aus einem Meer aus Räucherstäbchen in den Gehörgang wabert. Das geschieht in lockerer Jam-Atmosphäre. The Zenmenn driften ab vom geraden Weg, finden in ausladenden Schlangenlinien meist aber doch zum Ziel. Ihre Musik halten The Zenmenn eher instrumental. Maximales Fernweh lässt sich schließlich auch durch die gute alte Steel Pan erzeugen. Oder durch sanftes Bongo-Gestupse. Spiritualität trifft auf musikalische Extravaganz, Prokrastination triumphiert über Arbeitswut.

Tiao

Hardcore-Punk aus Hamburg

TIPP

Punk/NDW aus HH/Kiel Ähnlich wie in der als Vorbild dienenden Produktreihe, „Toll im Preis“, zeigt sich das formidable TIPP'sche Preis-/Leistungsverhältnis lediglich durch die Dumpingeintrittsgebührchen der üblichen DIY Kaschemmen begründet. Aber bitte: Günstig ist nicht mit billig zu verwechseln. Wo sonst bekommen Sie teilweise im Takt gespielten Punk mit einer Prise Discount-NDW und Texte ganz ohne künstliche Zusatzstoffe?

Tom Gatza

Trak Trak

TRAK TRAK entstand aus dem Wunsch, den wilden und beflügelnden südamerikanischen Sound von Cumbia auf die westeuropäischen Tanzflächen zu bringen. Ein Wunsch, der von der aus Buenos Aires stammenden Sängerin Romina Schenone befeuert wurde. Als DJ des Genres, das sie liebt und hemmungslos verbreitet, schuf sie zusammen mit der in Deutschland ansässigen Band einen neuen, süchtig machenden Sound im Cumbia-Kosmos. Verschmolzen mit Klängen von Psychedelia, Dub, Soul, Funk und Reggaeton, abgerundet mit einem köstlichen Spritzer tropischer Retro-Sauce verführt die Band uns mit Songs über Stärke, Diversität und Geschlechtergleichheit.

Trixsi

TRIXSI sind schwer in Worte, aber ansonsten leicht zu fassen. Viele sprechen derzeit von einer neuen "Supergroup" des deutschen Underground, wo sehr gestandene und arg gestählte Mitglieder von Bands wie Love A, Findus und Herrenmagazin all das machen, was in ihren Hauptbands nicht möglich ist. Hier verdichtet sich ein wenig Erfindergeist und viel Auge für das, was bereits vollbracht wurde und Sinn ergab mit einem hohen Maß an Kreativität. Es werden Reifen plattgestochen, statt den Versuch zu unternehmen, Räder neu zu erfinden. Angst oder Stress hat hier keiner mehr. Bock umso mehr. Freude trieft aus jeder Pore und tropft zu Boden, während die Bandmitglieder synchron den Kopf schütteln: Über den Zustand dieser Welt, das menschliche Miteinander im Allgemeinen und die Musikbranche im Speziellen. Die Band aus Hamburg spielt mit den funktionalen, antrainierten Momenten ihrer vorherigen, musikalischen Leben. Sie selber denken dabei an melodiösen College- wie auch ehrlichen Arbeiter-Rock, während im Proberaum noch immer irgendwelche Punkrockplakate an der Wand hängen. Erlaubt ist, was gefällt. Und hier gefällt man sich untereinander gegenseitig. It's not a trick - it's just Trixsi!

Turbostaat

Ohne Underlining und mit frischer Poesie, schütten sie Nordseesalz in die Wunde der Zeit und behalten den kritischen Blick. Sie mussten in 23 Jahren zwischen Punk und Indie nie ein peinliches Reunion feiern, liefern einfach immer wieder geil ab und legten sich zuletzt mit Größenwahnsinnigen wie Otto von Bismarck an. Ihre Songs kommen als Springflut und machen bei dir ablaufendes Wasser. Eine sympathische Band die Neuhörende genauso mitreißt, wie die tausenden textsichern Turbostaat-Pumper:innen.

Umlaut

Der Ü!mlaut, das ü!nbekannte Wesen! Die ü!nü!bersehbaren Ü!ernahmen aus Sü!nthiepop, ü!bersetzt in die stetige Ü!mdrehungsenergie eines Glü!cksrads geschmiert mit ü!naufgeregtem Moll und Acid. Mehr Ü! muss nicht...Mehr Ü! geht nicht... Mehr Ü! brauchts nicht ... Ü! sind schü!n und voller ü!nfassbarer und ü!ngreifbarer Genüsse! Entschuldigt bü!tte, es hat mich Ü!berkommen! Ü! hat das Ruder Ü!bernommen!

Voodoo Jürgens

...zu österreichisch, zu raunzend, zu fordernd, letztlich auch zu „leiwand“.. A WO!!! Voodoo Jürgens is woas gescheids! Mit dem Charisma eines beinahe gescheiterten und fünf vor zwölf aus dem Underground nach oben gespülten Hallodris serviert der Liedermacher Voodoo Jürgens mit Ansa Panier, der besten Band zwischen Alpen und Alpen, geile Hits und feinen Schmäh. Schon lange nicht mehr hat jemensch so schön über Kleinkriminelle, Trinker und Tote gesungen.

Wanubale

Warm Graves

"Warm graves is a Band" prangt es schnörkellos und deutlich auf der Webseite. Ebenso klar und unverstellt demonstrieren die dunklen Musiklandschaften des Leipziger Komponistem Jonas Wehner souverän sämtliche Ingredenzien von Dark Ambient, dystopischem Coldwave und ätherischem Ambient. Drones, Flächen und gemächliche Drums erwecken schlafwandlerische und taumelnde Eindrücke, als wäre jemand ohne den Charonspfennig vor den finsteren Fährmann getreten, und müsste der Legende gemäß 100 Jahre an den Ufern seiner Anlegestelle umherirren. Auf der Suche nach Reflektionen schlendert der mythische SciFi-Groove zwischen Dystopie und Selbsterneuerung bedächtig hin und her, und schafft einen Soundtrack zur Idee der ganz großen Transformation [Nietzsche: „Alle Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen, auf denen wir in die Höhe steigen.“ ]

Warsaw Village Band

Stampfende Trommeln und treibende Perkussion, flehende Trompete auf knarzendem Bass, springendes Cymbal, schnarzende Fiedeln und über allem die eindringlichen Harmonien der beiden Sängerinnen... die Wurzeln dieser entrückenden Klänge wuchsen vor langer Zeit in den tiefen Wäldern Polens und schlingen sich inzwischen, ordentlich mit Dub-Elementen angedickt, durch die Gegenwart von kleinsten Clubs bis zu größten Bühnen. Lasst uns Zeit und Raum verwirbeln und mit dieser magischen Dorfkapelle zu den Sternen starten!

Wayne Snow

we don't suck, we blow!

Eine Band, so eigenwillig wie der Name selber. Die Sechs sind Houdinis der Improvisation. Sie kennen die Literatur ihres Genres im Schlaf, finden ihre größte Erfüllung aber dort, wo sie sich von Vorbildern lösen und ihr ganz eigenes Ding machen. Ihr eigenes Ding: Den Jazz upfreshen, wegdenken von all dem theoretischen Überbau, ihn mitnehmen zu Funk, instrumentalem HipHop und elektronischen Eskapismen. Ihn fühlen und dieses Gefühl so direkt wie möglich in eine Tonfolge rammen. Und das alles zusammen mit Musikern, die ihr Instrument ähnlich offen denken und fühlen wie man selber. Entscheidend ist, was auf der Bühne im kollektiven Austausch entsteht. Ob diese Bühne nun auf einem Technofestival, im ehrwürdigen Theatersaal oder in einem verschwitzten Kellerclub steht, ist der Band letztlich latte. Und ebenso, ob der Zuhörer die Augen schließt, wippt, tanzt oder sich hinlegt.

WELLENBRECHER

Mit einem großen Setup, bestehend aus zahlreichen Drum Machines, Groove Boxes und Synthesizern und einem Mikro, wird auf der Bühne live gejammt. Experimental Techno könnte man sagen, Tanzbar, aber eben nicht vorhersehbar. Ganz großes Kino!

Wendt Band Zu Dritt

Wick Bambix

Seit über 20 Jahren ist Frontfrau Wick mit ihrer Punkrockband Bambix auf den kleinen und großen Bühnen der Welt unterwegs, um dem kapitalistischen System ordentlich den Po zu versohlen. Auf der Fusion wird Wick Bambix uns nun ein seltenes Solo-Akustik-Set gönnen. Dabei bleibt sie sich ihrer Herkunft treu: Melodische Punk-Songs, gesungen mit einer rauen, ausdrucksstarken Stimme. Geballte Fäuste in die Luft - Woohoo!!!

Wojczech

Stop And Go Grassroots Beat Down Grindcore aus Rostock. Riffsriffsriffsblastbeatriffbreakdownriffsblastbeatschluss seit 1995. Wojczech klingen wie das in fünfhunderttausendfacher Geschwindigkeit abgespielte Knirschen Berge zermalmender Gletscher, begleitet von den verängstigten und wütenden Schreien aller Wesen, auf die sie zurollen. Erinnert in besinnlichen Passagen an härtesten Crustcore. Anti Bullshit. Pro Grind.

Wonderska

Vielleicht tanzen hier die Menschen am schönsten: Ska! Definierte Offbeats ziehen mit Zupf-, Blas-, Schlag- und Tasteninstrumenten deine Knie nach oben. Gut so! Spekulant:innen und die Ignoranz der Welt werden von WonderSka in die Rohrpost geschossen und von der Tanzbelegschaft eingestampft. Ska-Klassiker, verskate Popsongs und eigenes Repertoire ersparen dem Kulturkosmos dank aufgetanzter Staubwolke das Nebelfluid.

Yin Yin

Yin Yin malen ein Groove-Manifest auf die Bühne. Für Verträumte die wild tanzen wollen und für klanglichen Reichtum gegen die tägliche Langeweile des Lebens. Tanzend das Bewusstsein erweitern! Funk- und Disco-Beats, jenseitige Synthesizer und elektronische Retro-Vibes verschmelzen mit schimmernden Gitarren und treibender Percussion zu einem energetischen Farbverlauf. Die Instrumente sprechen die Lyrics – ein Energy Ball ohne trockenen Mund.